Land fördert SKF-Projekt 15 neue Flüchtlings-Familienpaten für Meppen

Freuen sich über einen erfolgreichen Abschluss: die Teilnehmer des SKF-Kurses für Familienpaten. Foto: Heiner HarnackFreuen sich über einen erfolgreichen Abschluss: die Teilnehmer des SKF-Kurses für Familienpaten. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Um Flüchtlingen vor Ort zu helfen, hat der Sozialdienst Katholischer Frauen das Projekt „Flüchtlings-Familienpaten“ ins Leben gerufen. Nach absolviertem Kurs erhielten jetzt 15 Absolventen ihre Bescheinigungen.

Zwölf Frauen und drei Männer erlernten nach Angaben von Projekt-Koordinatorin Rita Janssen die gesetzlichen und rechtlichen Grundlagen für ihre Arbeit als ehrenamtliche Flüchtlings-Familienpaten. Das Projekt wird vom Land Niedersachsen im Rahmen der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ gefördert und findet in Meppen, Geeste, Twist, Haren und Haselünne sowie der Samtgemeinde Herzlake statt.

Außer Janssen arbeiten noch die beiden sozialpädagogischen Fachkräfte Katarina Tschritter und Ulrike Clausing-Diestel mit den Paten, um die Probleme, die die Flüchtlinge in vielen Bereichen belasten, besser in den Griff zu bekommen. Janssen erklärte, dass die Fachkraft die Paten in den Einsätzen unterstütze und jegliche benötigte Hilfe anböte. „Das führen wir solange durch, bis die Paten sich trauen, alleine die Familie zu betreuen“, so Janssen weiter.

Kurs umfasst 54 Stunden

Monatliche Termine, die dem Austausch der gemachten Erfahrungen dienten, würden dazu beitragen, die anstehenden Probleme zu bewältigen. „Der Kurs umfasste immerhin 54 Stunden“, sagte Janssen. Dabei werde auf die verschiedenen Kulturen, Erziehungsfragen, Kinderrechte, eine gesunde Lebensweise und Ernährung eingegangen. Ein eminent wichtiger Bereich sei das Thema „Traumatisierung“, da viele Geflohene durch Waffengewalt und menschenunwürdige Umstände häufig zunächst gar nicht über das Erlebte sprechen könnten, so die Koordinatorin weiter.

Sieben konkrete Anfragen

Eng arbeite man auch mit dem Landkreis Emsland und der Stadt Meppen zusammen. Dazu gesellten sich noch der Deutsche Kinderschutzbund, die Zusammenkunft der Kulturen in Meppen und der Sozialdienst katholischer Männer. „In der Zwischenzeit wurden sieben Betreuungsanfragen durch unsere Kooperationspartner gestellt und drei Familien werden schon von unseren Teilnehmern begleitet“, so die Koordinatorin.


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