14-Jährige sexuell belästigt Bürgermeister bezeichnet Vorfälle im Schwimmbad als „erschreckend“

Zum zweiten Mal in diesem Monat wurde ein Mädchen im Schwimmbad in Meppen sexuell belästigt. Symbolfoto: dpaZum zweiten Mal in diesem Monat wurde ein Mädchen im Schwimmbad in Meppen sexuell belästigt. Symbolfoto: dpa

Meppen. Zum zweiten Mal in diesem Monat wurde ein Mädchen im Schwimmbad in Meppen sexuell belästigt. Jetzt äußert sich Bürgermeister Helmut Knurbein.

„Das kann doch nicht wahr sein“, oder „Schlimm“ und „Da fehlen mir die Worte“ – viele Facebook-User sind fassungslos, als sie die Nachricht von einem sexuellen Übergriff lesen – zugetragen am vergangenen Sonntag im Hallenbad am Nagelshof.

Zweite sexuelle Belästigung im Schwimmbad

Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll eine 14-Jährige am Sonntag gegen 14 Uhr beim Rutschen von einem 18-jährigen Mann aus Syrien an die Brust gefasst worden sein. Anschließend soll er versucht haben, sie gegen ihren Willen zu küssen. Ein anderer Mann, ebenfalls aus Syrien, soll Anfang April ein 12-jähriges Mädchen intim berührt haben – Tatort: ebenfalls das Hallenbad am Nagelshof.

( Weiterlesen: Zwölfjährige im Meppener Schwimmbad belästigt )

Vorfälle, die die Meppener schockieren – und auch Bürgermeister Helmut Knurbein findet zu den Übergriffen klare Worte: „Die jüngsten Vorfälle sind erschreckend.“ Seine Hoffnung sei es, dass es sich hierbei um zwei höchst bedauerliche, nicht zu entschuldigende Einzelfälle handle. Laut Knurbein habe die Stadt unverzüglich reagiert und die Polizei eingeschaltet.

Auch der Vostandsvorsitzende und Geschäftsführer der deutschen Gesellschaft für Badwesen (DGfdB) betonte in einem Interview mit der „Welt“, dass sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen in Schwimmbädern bedauernswerte, aber sicher auch ernst zu nehmende Einzelfälle seien. Die wahren Probleme sieht er unter anderem darin, dass die meisten Flüchtlinge die deutsche Badekultur nicht kennen würden.

Haus- sowie Badeverbot

Ein generelles Schwimmbadverbot für Flüchtlinge, wie es es im nordrhein-westfälischen Bornheim einst gegeben hat, gibt es in Meppen aber nicht. Dennoch gibt es auch in Meppen Konsequenzen für die beiden Beschuldigten: „Es wurde mit sofortiger Wirkung ein Haus- sowie Badeverbot ausgesprochen“, sagt der Bürgermeister. Dies hatten auch viele Facebook-User gefordert, wie Hilde M., die schreibt: „Nicht normal, sie sollten Verbot im Bad bekommen.“ ( Weiterlesen: Kopfschütteln über Schwimmbadverbot )


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