Bestürzung beim SV Hemsen Meppen: Flüchtling Sami wird nach Italien geschickt

Flüchtling Sami Moringa aus Eritrea. Er musste Meppen-Hemsen jetzt Richtung Italien verlassen. Archivfoto: Carola AlgeFlüchtling Sami Moringa aus Eritrea. Er musste Meppen-Hemsen jetzt Richtung Italien verlassen. Archivfoto: Carola Alge

Meppen. Flüchtling Sami Moringa (Nachname von der Redaktion geändert) hat den Meppener Ortsteil Meppen-Hemsen verlassen müssen. Der Mann aus Eritrea muss nach Italien zurückkehren. Es ist das Land, in dem er bei seiner Flucht den ersten Fingerabdruck hinterlassen hat.

Der Landkreis Emsland bestätigte entsprechende Informationen unserer Redaktion. Danach wurde er am Montagmorgen von der Polizei von seiner Wohnung in Meppen-Hemsen abgeholt, um ihn nach Italien zu überstellen. Es greife, so Kreis-Sprecherin

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Registrierung nach dem Dublin-Verfahren

Das sogenannte Dublin-Verfahren regelt unter anderem, dass Asylbewerber in dem Land registriert werden, in dem sie die Europäische Union betreten. In dem Verfahren wird der Staat festgestellt, der für den Asylantrag zuständig ist. Damit wird sichergestellt, dass jeder Asylantrag nur von einem Mitgliedstaat inhaltlich geprüft wird.

Zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates wird ein Gespräch mit dem Antragsteller geführt.

Stellt sich dabei heraus, dass der Asylantrag in einem anderen Mitgliedstaat zu bearbeiten ist, ergeht ein Übernahme- oder Wiederaufnahmeersuchen an den betreffenden Mitgliedstaat. Stimmt dieser zu, erhält der Antragsteller hierüber einen Bescheid. Sodann vereinbaren die Mitgliedstaaten in der Regel die Modalitäten der Überstellung. Rechtsgrundlage des Verfahrens ist nunmehr die Dublin-III-Verordnung.

In dieser Verordnung wird auch geregelt, dass ein Asylbewerber in dem EU-Mitgliedstaat seinen Asylantrag stellen muss, in dem er den EU-Raum erstmals betreten hat. Dort hat auch die Registrierung und die Durchführung des Asylverfahrens zu erfolgen.

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