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700 Autos sorgen für Staunen Kult am Turm in Meppen bricht alle Rekorde

Von Werner Scholz | 17.06.2018, 14:01 Uhr

Mehr als 700 Old- und Youngtimer waren bei „Kult am Turm“ am Fun Park in Meppen zu bewundern.

Komplett durchgeschwitzt, im Dauereinsatz aber überglücklich waren die Mitglieder der Kult-Blech-Szene, nachdem sie schon bis zum Samstag-Abend alle Teilnehmerrekorde gebrochen hatten. Dazu gab es wieder das traditionelle Programm mit Partyabend und Tombola.

„Schon der Freitag war gut. Wir hatten so viele Übernachtungsgäste wie noch nie. Wir machen das jetzt zum neunten Mal. Und am Samstag waren mit Abstand mehr Autos auf dem Platz wie nie zuvor. Insgesamt haben wir uns mit der Planung nach der Weltmeisterschaft gerichtet. Das hat sich gelohnt“, strahlte Carsten Plagge von der Kult-Blech-Szene und fügte hinzu: „Es war rappelvoll. Hier war richtig was los und wir haben auch großes Lob für die Organisation, den Ablauf und das tolle Ambiente bekommen. Auch dieses Mal gehen die Erlöse wieder an den Elterninitiative Kinderkrebs “.

Enorm gewachsen ist mit dem neunten Treffen der Anteil niederländischer Autos. Aber auch Belgier und Briten waren mit diversen Fahrzeugen vertreten.

Das Spektrum reichte vom 500 Euro kostenden Youngtimer bis hin zu Klassikern wie dem Mercedes-Benz 300 SL mit Flügeltüren, für dessen Wert es im Emsland ein schickes Einfamilienhaus gibt.

Unter der Haube

Aber nicht selten waren es gerade die eher unspektakulären Oldtimer, die für so machen Aha-Effekt sorgten und diverse Überraschungen unter der Haube parat hatten. So waren Käfer zu bestaunen, deren Klang bereits bezeugte, dass die Schätzchen mehr als nur 50 PS hatten, und alte Opel A-Mantas mit moderner Motorentechnik und geregeltem Katalysator unter dem Wagen. Frisch polierte Aston Martins glänzen ebenso in der Sonne wir die einstigen Luxus-Modelle von Mercedes, BMW und Jaguar.

Klar, dass Trabbis wieder im Zweitakt über den Platz knatterten. Die luftgekühlten VW-Bullis und Käfer waren ebenso nicht zu überhören.

Aus der Analog-Zeit

Nicht wenige der Ü-50-Generation dürften sich wieder in die „Analog-Zeit“ zurückversetzt gefühlt haben. So wurden viele Erinnerungen wach und entsprechend kamen die Liebhaber der alten Autos ins Schwärmen. Aber auch die jüngere Generation war voller Begeisterung vertreten.

„Meinen Käfer habe ich drei Jahre lang zusammen mit meinem Vater restauriert“, erzählte Julian Heyen aus Papenburg sichtlich stolz, während neben ihm der 86er Mexiko-Käfer glänzte wie ein Neuwagen. Der 20-Jährige hat in Meppen gemeinsam mit Freunden die Zelte aufgeschlagen. „Das ist super hier. Nächstes Jahr sind wie wieder mit dabei“, verriet der junge Emsländer, während seine Freunde zustimmend nickten.

Viele Besucher genossen nach der Hitze des Tages die abendliche Abkühlung, um im Kreise Gleichgesinnter gemütlich zwischen den fahrbaren Schätzen der zurückliegenden Jahrzehnte zu kampieren. „Nächstes Mal werden wir mehr Fläche brauchen. Die Veranstaltung wird immer beliebter“, strahlte Carsten Plagge schließlich.