Einsaat-Aktion am Kossehof Eine Blühwiese für die ganz kleinen Lebewesen

Von Ann-Christin Fischer

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Gewissenhaft streuten die Kinder zusammen mit Maike Hoberg (4.v.l.) das regionale Saatgut aus. Foto: Ann-Christin FischerGewissenhaft streuten die Kinder zusammen mit Maike Hoberg (4.v.l.) das regionale Saatgut aus. Foto: Ann-Christin Fischer

Meppen. Zusammen mit dem Imkerverein Meppen und der Naturschutzstiftung des Landkreises haben Zweitklässler der Grundschule Bokeloh am Kossehof in Meppen eine Blühwiese für Honig- und Wildbienen sowie Schmetterlingen und Insekten angelegt.

Angeleitet wurden die Blumenfreunde von Maike Hoberg, Leiterin des Hotspotprojektes beim Landkreis Emsland. „So, wir gehen jetzt in einer Reihe und verteilen das Saatgut auf dem Feld. Passt auf, dass ihr nicht zu viele Samen auf einen Haufen werft“, gab Hoberg Anweisungen. Im Rahmen des Hotspotprojektes „Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand“ hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die typischen Lebensräume auf Sand zu erhalten. Die Aktion dient dem Erhalt der Biodiversität der heimischen Tier- und Pflanzenarten.

Bioversität erhalten

„Bunte Blumenwiesen im Garten und in der Landschaft sind selten geworden und die Bienen und Insekten finden immer weniger Nahrung, dem wollen wir entgegenwirken und sähen regionales Saatgut aus“, erklärte die Leiterin. Tatkräftig gruben, harkten, säten und walzten die Schulkinder die Samen aus und stellten Maike Hoberg viele Fragen. Auf Nachfrage unserer Zeitung erläuterte sie, warum sie gerade regionales Saatgut auf die Felder bringt: „Züchterisch verändertes oder aus anderen Klimazonen stammendes Saatgut bietet oft keine Nahrung für heimische Insekten. Nur zertifiziertes, regionales Saatgut mit Blumen aus der Region kann von den hiesigen Insekten genutzt werden.“ Das sei auch für Hobbygärtner ganz wichtig. „Darauf sollten sie beim Kauf achten“, sagte Maike Hoberg.

Bald wächst hier ein Meer aus Blumen

Rund 300 Quadratmeter groß ist die Fläche, auf der zukünftig Klee, Kornblumen, Margeriten und rote Lichtnelken wachsen sollen.

Im Anschluss an die Arbeit kam für die Kinder das Vergnügen. Carl Drescher, Ehrenvorsitzender des Meppener Imkervereins und Meppens stellvertretender Bürgermeister, Gerd Gels, zeigten ihnen ein Bienenvolk und auch die Bienenkönigin. „Na, seht ihr die Bienenkönigin? Guckt mal ganz genau hin“, forderte Carl Drescher die Kleinen auf. Nacheinander zeigte er den Kindern verschiedene Waben, immer auf der Suche nach der Königin, die blau schimmerte. Am Ende zeigten sich Teresa Schute und ihre Freundin Evke Oldiges begeistert von der etwas anderen Schulstunde. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Teresa Schute und meinte damit die Bienenkönigin. Auch Blumen hatten beide vorher noch nicht gesät. „Das hat Spaß gemacht“, sagten beide Schülerinnen. Im Sachunterricht werden sie das Thema in den nächsten Schulstunden vertiefen.


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