Treffen mit Rückschau und Ausblick Ev.-luth. Kirchenkreis: Vorstand nimmt Arbeit auf

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der neue Vorstand des Kirchenkreistags: (v. li.) Christa Olearius, Thomas Claußen, Thorsten Jacobs, Ulrich Hirndorf, Superintendent Bernd Brauer. Foto: Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-BentheimDer neue Vorstand des Kirchenkreistags: (v. li.) Christa Olearius, Thomas Claußen, Thorsten Jacobs, Ulrich Hirndorf, Superintendent Bernd Brauer. Foto: Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim

Meppen. Der neugewählte Vorstand des Kirchenkreistages (KKT) des Ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim hat seine Arbeit aufgenommen. Auf der ersten Sitzung des Jahres in Meppen war die Neuwahl erfolgt.

Das Kirchengesetz der Hannoverschen Landeskirche schreibt die Wahl nach Ablauf der Hälfte der sechsjährigen Legislaturperiode vor. Der Kirchenkreistag (KKT), der sich aus 76 Delegierten von 27 Gemeinden zwischen Papenburg und Schüttorf uzusammensetzt, ist das Parlament des Kirchenkreises. Auch Superintendent Bernd Brauer, seine beiden Stellvertreter und bis zu 12 berufene Mitglieder gehören dazu.

Dem Vorstandsgremium steht mit Thomas Claußen aus Papenburg ein Laie vor. Stellvertretende Vorsitzende ist mit Pastorin Christa Olearius die lutherische Mentorin des Klosters Frenswegen und Ökumenebeauftragte des Kirchenkreises. Als Beisitzer wurden die Gemeindepastoren Uwe Hill (Werlte), Thorsten Jacobs (Dalum-Twist) und der Pastor für Öffentlichkeitsarbeit Ulrich Hirndorf gewählt.

Nord-Süd-Gefälle

Die Halbzeit des KKT vor den nächsten Kirchenvorstandswahlen 2018 nutzte Superintendent Bernd Brauer für einen kleinen Rück- und Ausblick. Die Betreuungsquote der 25 Gemeindepfarrstellen habe sich für die Pastorinnen und Pastoren auf 1700 bis 3800 Gemeindeglieder eingependelt, so dass auch in Zukunft eine Veränderung der Pfarrstellen nur in ganz kleinem Umfang nötig sein werde. Erfreulich sei zudem, dass von den drei Regionen des Kirchenkreises lediglich der südliche Bereich von rückläufigen Mitgliederzahlen betroffen sei. Brauer sprach von einem „klaren Nord-Süd-Gefälle“ mit stabilen Gemeindegrößen in der Mitte und nach wie vor wachsenden Gemeindegrößen im Norden.

Durch Austritte hat der Kirchenkreis 2015 insgesamt 412 Mitglieder verloren. Dem standen 150 Eintritte gegenüber. Ungebrochen sei die Tauflust der Familien, allerdings würden weniger Kinder geboren, so dass nur noch zwischen 10 und 65 Taufen pro Jahr in den Gemeinden gefeiert werden könnten.

Mehr Geld für Seelsorge und Diakonisches Werk

Gestiegen sind in den vergangenen Jahren die Ausgaben in der Seelsorge. Es wurden spezielle Pastoren- und Diakonstellen in den Bereichen Seniorenwohneinrichtungen, Krankenhaus, Hospiz- und Palliativarbeit geschaffen, die gut angenommen würden. Auch mittels des sogenannten Bonifizierungsprogramms des Kirchenkreises konnten etliche Stellen im Gemeindebereich als Projektstellen für Kinder- und Jugendarbeit, Chorarbeit oder Kirchenmusik ins Leben gerufen werden. Insgesamt mehr als 500.000 Euro aus Rücklagen wurden dafür vom KKT in drei Jahren bereitgestellt.

Auch das Diakonische Werk des Kirchenkreises sei erweitert worden. Die Investitionen in Flüchtlingssozialarbeit, Männerarbeit, Ehe- und Lebensberatung und Schuldnerberatung würden sich in sechs Sozialarbeiterstellen, 40 zusätzlichen Verwaltungsstunden, zwei „Bufdis“ (Bundesfreiwilligendienst) und drei zusätzlichen Büroräumen wiederfinden.

Nachtragshaushalt

Der KKT beschäftigte sich auch mit der sogenannten „Zeitenwende“. Erstmalig mussten die Delegierten einen Nachtragshaushalt verabschieden, um die geplanten Ausgaben zu decken. Sinkende Zuweisungen aus Kirchensteuermitteln in Zukunft aus Hannover nehme den Kirchenkreis und die Gemeinden in die Pflicht, kreativ und innovativ zu arbeiten, die Möglichkeiten des Fundraisings weiter auszubauen und besondere Projekte in den Gemeinden über Drittmittel umzusetzen, so der Superintendent. Im Rahmen dieser Neuausrichtung stellte Kirchenkreisamtsleiter Daniel Aldag auch die bisherigen Zuweisungsschlüssel der Landeskirche und des Kirchenkreises vor. Der Finanzausschuss des Kirchenkreistags erarbeitet zur Zeit eine Novellierung des Zuweisungsrechts für die Gemeinden. Die Vorschläge dazu sollen in den regionalen Gremien und Gemeinden im Laufe des Jahres diskutiert werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN