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20.01.2016, 16:15 Uhr

Hartes Schicksal für Flüchtling aus Hemsen

Ein Kommentar von Carola Alge


Flüchtling Sami Moringa aus Eritrea. Er lebt seit fast einem Jahr in Meppen-Hemsen. Nun soll er nach Italien. Foto: Carola AlgeFlüchtling Sami Moringa aus Eritrea. Er lebt seit fast einem Jahr in Meppen-Hemsen. Nun soll er nach Italien. Foto: Carola Alge

Meppen. Flüchtling Sami Moringa lebt seit knapp einem Jahr in Meppen-Hemsen und soll jetzt nach Italien. Ein hartes Schicksal für den 21-Jährigen. Ein Kommentar.

Terror, lebenslanger Militärdienst, Verfolgung. Hunderttausende fliehen aus Eritrea, kommen nach Deutschland. Sami Moringa ist einer der Hunderttausenden, die vor dem brutalen Diktator Isayas Afewerki Reißaus genommen haben.

In Meppen-Hemsen fand er, der Mutter und Schwester verlor, ein neues Zuhause. Hier ist der 21-Jährige beliebt. Die Einheimischen mögen ihn, und er mag sie. Dass er nun, nachdem er Freunde gefunden hat und gut integriert ist, zurück nach Italien soll, lässt für ihn eine Welt zusammenbrechen. Moringas Entsetzen ist menschlich verständlich. Zu Recht fragt er sich, warum im IT-Zeitalter nicht bei Abgabe seines ersten Fingerabdrucks bzw. kurz darauf festgestellt und ihm erklärt wurde, er müsse zurück nach Italien.

Was dem jungen Eritreer nun droht, ist hart: Er würde zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit seine Heimat verlieren.


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