Geld für Klage gegen Stadt Investor Wulf sieht Seniorenpark Meppen als Erfolg

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Im Seniorenwohnpark am Heideweg wurden eigens Freiflächen zum Verweilen geschaffen. Foto: MammesIm Seniorenwohnpark am Heideweg wurden eigens Freiflächen zum Verweilen geschaffen. Foto: Mammes

Meppen. Nach Ansicht von Investor und Betreiber Josef Wulf ist der Meppener Seniorenwohnpark am Heideweg „ein Erfolg“. Trotzdem versteht er, dass Senioren die Stadt verklagen wollen. „Ich werde sie dabei sogar unterstützen, auch finanziell“, sagte Wulf unserer Zeitung.

Dies habe jedoch nichts damit zu tun, dass sich „die große Mehrheit“ der Bewohner in den 34 Seniorenhäusern „dort sehr wohl fühlt“. Wie wir bereits am 4. Januar berichteten , beantragen Eigentümer des Seniorenparks, dass die Stadt Meppen den Bebauungsplan wieder ändert in einen „ganz normale Wohnsiedlung“. Bislang unterliegen die 34 Grundstücke laut Grundbuch diversen Restriktionen. So dürfen die Häuser nur an Personen vermietet werden, die mindestens 60 Jahre, Vollrentner oder zu mindestens 80 Prozent schwerbehindert sind.

Notfalls wollen die Senioren ihre Forderung einklagen. „Ich werde die Klage der 26 voll unterstützen“, sagte Wulf. Zugleich kritisierte er die Stadt Meppen und hier speziell das Bauamt: „Sie unterstützen nur die Minderheit der restlichen acht Hauseigentümer.“

Seniorenfeindliche Gullys

Nach Angaben von Wulf musste sein Unternehmen auch öffentliche Flächen wieder umbauen: „Wir mussten seniorenfeindliche Gullys einbauen.“ Sie stellten Stolperfallen für gehbehinderte Menschen dar. Dabei wäre nach seiner Einschätzung das Oberflächenwasser auch so abgelaufen.

Pflasterung aufreißen

Zudem forderte das Bauamt jetzt von den Senioren „Teile der Pflasterung“ auf deren Grundstücke wieder aufzureißen. Ursprünglich hätte es eine Vereinbarung mit dem Bauamt gegeben, dass über allgemeine Grünflächen im Seniorenpark eine Oberflächenversickerung erfolgen sollte. Dafür durften im Gegenzug die Senioren ihre nur 300 Quadratmeter großen Grundstücke mehr als die laut Baugesetzbuch erlaubten 60 Prozent überbauen und versiegeln. Diese Regelung soll nun plötzlich nicht mehr gelten.

Potenzielle Betreiber

Wulf ergänzte, dass er den geforderten Betreuungsstützpunkt im Jahr 2013 errichtete. „Der steht jetzt seit drei Jahren leer.“

Die Stadt habe gleich mehrfach mögliche Betreiber nicht akzeptiert. Dabei erinnerte der Unternehmer daran, dass ein „potenzieller Betreiber dort auch Geld verdienen muss“. Dies könnten die Senioren allein nicht aufbringen. So habe ein Interessent ein großes Gesamtpaket von Yoga bis zur Pediküre schnüren wollen. Darin enthalten wären aber auch spezielle Angebote wie Wandern für die Senioren gewesen.

Ein anderer Interessent wollte dort ein Café betreiben. Vier Tage in der Woche hätte es der breiten Öffentlichkeit und drei Tagen speziell nur den Bewohnern für möglichen private Feierlichkeiten zur Verfügung gestanden. „Die Stadt lehnt jedoch alles ab“, ärgert sich Wulf. Sie bestehe auf einen Physiotherapeuten. „Eine solche Einrichtung rechnet sich aber nicht“, ergänzt der 71-Jährige.


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