Qualifizierungskurs Familienpaten für Flüchtlingsfamilien in Meppen gesucht

Der SkF bildet Ehrenamtliche zu Familienpaten für junge Flüchtlingsfamilien aus. Rita Janssen und Sarah Thomas (SkF / v. l.) werben für das Projekt. Foto: Georg HiemannDer SkF bildet Ehrenamtliche zu Familienpaten für junge Flüchtlingsfamilien aus. Rita Janssen und Sarah Thomas (SkF / v. l.) werben für das Projekt. Foto: Georg Hiemann

Meppen. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Meppen-Emsland Mitte hat das seit Jahren bewährte Projekt „Familienpaten –Frühe Hilfen für Eltern und Kinder“ weiterentwickelt. „Wir suchen jetzt Frauen und Männer, die für uns ehrenamtlich tätig werden wollen und sich eine Patenschaft für junge Flüchtlingsfamilien vorstellen können“, stellten Rita Janssen und Sarah Thomas das neue Projekt vor.

Bemerkenswert ist die Art und Weise, wie der SkF das neue Projekt jetzt vorstellte: nicht mit einer größeren Veranstaltung, sondern zu drei Terminen in kleiner Runde wurden Interessierte eingeladen, die bereit sind, an einem Vorbereitungskurs teilzunehmen und sich zu engagieren. „Das Interesse war groß. In gemütlicher Runde konnten wir so alle Fragen beantworten und hoffen auf eine positive Resonanz“, betonte die Ehrenamtskoordinatorin und Diplom-Sozialpädagogin Janssen. Anmeldungen sind auch noch in den nächsten Wochen beim SkF möglich. Der Qualifizierungskurs beginnt am 14. Januar 2016. Die Zeit wird noch bekannt gegeben.

Unterstützung für Familien

Mit dem Projekt „Gut ankommen in Niedersachsen“ für Flüchtlingsfamilien unterstützt das Land die Weiterentwicklung und Qualifizierung einer Willkommenskultur und die interkulturelle Öffnung von Regelsystemen. „Allerdings bezieht sich die Förderung in erster Linie auf Familien, die dauerhaft in Niedersachsen bleiben“, erläuterte Janssen . Der SkF hat sein Projekt „Familienpaten“ jetzt auf junge Flüchtlingsfamilien ausgeweitet und will diese im Rahmen der Flüchtlingshilfe so lange unterstützen, bis die Kinder die Grundschule verlassen.

Bewältigung des Lebensalltags

Die Familienpaten begleiten künftig die Familien gemeinsam mit einer hauptberuflichen sozialpädagogischen Fachkraft bei der Bewältigung ihres Lebensalltages in der neuen Heimat. Diese Fachkraft ist Sarah Thomas, die extra für dieses Projekt durch den SkF eingestellt worden ist. Außerdem können je nach Bedarf auch Dolmetscher hinzugezogen werden, um den Einstieg in die Familienarbeit zu erleichtern. Wünschenswert seien auch Frauen und Männer, die einen Migrationshintergrund haben, wie Rita Janssen erläuterte. Diese könnten vor allem eigene Erfahrungen einbringen und vielleicht sogar Sprachbarrieren überwinden helfen. Die künftigen Familienpaten können übrigens auch schon während des Qualifizierungskurses eingesetzt werden, wenn es nötig werden sollte.

Kurs dauert 13 Wochen

Der Kurs selbst läuft über 13 Wochen und beinhaltet 54 Unterrichtsstunden. „Eine gute Vorbereitung auf diese Aufgabe ist sehr wichtig“. Themenschwerpunkte sind unter anderem Erziehungsfragen, Kommunikation, Gesundheit und Ernährung, Vernetzung und Kooperation, gesetzliche und rechtliche Grundlagen.

Anmeldungen an den SkF Meppen: Tel. 05931/98410 oder per E-Mail info@skf-meppen.de

 


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