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14.12.2015, 15:11 Uhr FLÜCHTLINGE WILLKOMMEN HEIßEN

Schwierige Aufgabe für den Landkreis Emsland

Ein Kommentar von Hermann-Josef Mammes


Ankunft von 110 Flüchtlingen in Sögel. Foto: Julia KleeneAnkunft von 110 Flüchtlingen in Sögel. Foto: Julia Kleene

Meppen. Es ist gut und richtig, dass Landrat Reinhard Winter in der öffentlichen Versammlung den Bürgermeistern klipp und klar sagte, was in den kommenden dreieinhalb Monaten auf jede einzelne Kommune zukommt.

Fast überall bedeuten die neuen Zahlen eine Verdoppelung der Flüchtlinge. Und trotzdem stellen 5000 Neuankömmlinge nur knapp zwei Prozent der Gesamtbevölkerung im Emsland dar.

Gleichwohl stellt es viele der 19 Kommunen vor eine Herkules-Aufgabe: Das Emsland muss binnen weniger Wochen noch einmal für 2817 Menschen neue Unterkünfte schaffen. Vor dem Hintergrund des ohnehin angespannten Wohnungsmarktes ein sehr schwieriges Unterfangen. Die Zahl der Sammelunterkünfte in ausgedienten Hallen und Bürogebäuden sowie Wohncontainern wird unausweichlich weiter steigen.

Die bislang vielfach praktizierte Willkommenskultur im Emsland wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Dabei ist sie die Basis, damit gerade die lern- und arbeitswilligen Zuwanderer schnell integriert werden können.


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