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Ursache des Feuers unklar Bauernhof in Meppen-Apeldorn brennt nieder

Von Tim Gallandi


Meppen. Im Meppener Ortsteil Apeldorn ist am frühen Freitagmorgen ein mehr als 100 Jahre altes Bauernhaus samt Scheune niedergebrannt. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden soll sich auf mehr als 350000 Euro belaufen, teilte die Polizei mit. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache in der Scheune ausgebrochen und auf das unbewohnte Wohnhaus übergegriffen. Der Einsatz der Feuerwehr wird noch bis zum frühen Nachmittag dauern.

Am Freitagvormittag zeigt sich das Ausmaß der Schäden: Von dem im Jahr 1900 erbauten Bauernhaus sind noch kaum mehr als die Grundmauern übrig. Bei der benachbarten Scheune sieht es ähnlich aus. Dazwischen Ziegelsteine und verkohlte Balken.

Über vier Stunden nach Eintreffen der Feuerwehr wabern immer noch Rauchschwaden über das von hohen Eichen umringte Gelände an der Loher Straße, das mit Wolken aus Löschschaum gesprenkelt ist. Nach wie vor flammen im Reet, aus dem das Dach des 12 mal 35 Meter Wohnhauses gedeckt war, Glutnester auf, die von den Feuerwehrleuten per Wasserstrahl erstickt werden. Ein Bagger befördert Reetbüschel aus den Resten des Dachstuhls zu Boden. „Die Giebel müssen eingerissen werden“, sagt der Meppener Feuerwehr-Einsatzleiter Manfred Hornung. „Sie sind einsturzgefährdet.“

Scheune in Flammen

Um 4.57 Uhr wurde die Feuerwehr über den Brand an der Loher Straße, Ecke Am Steingrab, informiert. Anwohner hatten ihn entdeckt, als die 15 mal 20 Meter große Scheune bereits lichterloh in Flammen stand. Die Feuerwehren Meppen und Berßen, die als erste am Brandort eintrafen, standen laut Hornung vor dem Problem der mangelnden Löschwasserversorgung. „Wir haben dann 1,5 Kilometer Schlauch zu zwei Hydranten legen müssen und Tanklöschfahrzeuge angefordert, um genug Wasser zu haben.“

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Die Feuerwehren aus Haselünne, Haren, Herzlake, Lingen, Sögel und der WTD (Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition) 91 aus Meppen rückten ebenfalls an. Die insgesamt 110 Einsatzkräfte, die mit 28 Fahrzeugen vor Ort waren, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Gebäude niederbrannten.

Keine Menschen in den Gebäuden

Denn das Feuer hatte schon beim Eintreffen der Feuerwehr auf das vor nicht allzu langer Zeit renovierte und mit Reet gedeckte Wohnhaus übergegriffen. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Feuerwehr befanden sich zum Brandzeitpunkt keine Menschen in den Gebäuden. Wie die Stadt Meppen gegenüber Hornung bestätigt habe, befand sich der Bauernhof in Privatbesitz eines Niederländers. Vorübergehend seien dort vor einiger Zeit polnische und rumänische Werksarbeiter untergebracht gewesen.

Die Polizei schätzt die Höhe des Schadens auf mehr als 350000 Euro. Die Nachlöscharbeiten der Feuerwehr werden noch bis in die frühen Nachmittagsstunden dauern. Danach werden Brandermittler ihre Untersuchungen aufnehmen.


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