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21.09.2015, 18:40 Uhr CIRCUS KRONE IN MEPPEN

Tierhaltung geregelt

Ein Kommentar von Lorena Dreusicke


Gastspiel des Circus Krone in Osnabrück mit Bollywood-Elefanten und dem Krone Ballett 2014. Archivfoto: Gert WestdörpGastspiel des Circus Krone in Osnabrück mit Bollywood-Elefanten und dem Krone Ballett 2014. Archivfoto: Gert Westdörp

Meppen. Der Circus Krone kommt nach Meppen mit einem Bilderbuch-Programm: Artistik, Komik und Tiertricks. Traditionell sehen Tierrechtler den Zirkus kritisch. Doch ob jeder Zirkus ein schwarzes Schaf ist, bezweifelt die Kommentatorin.

Mit dem Circus Krone kommt einer der ganz großen seiner Art nach Meppen. Im Zelt dabei zu sein, wenn dem Clown die Hose platzt, der Trapezkünstler seine Salti schlägt und der Elefant einen Rüsselstand macht, hat für viele einen besonderen Reiz. Das zeigen die hohen Besucherzahlen. Auch wenn sich regelmäßig Tierrechtler über die Haltungsmethoden im Zirkus erzürnen .

Ein Zirkus ohne Tiere ist ein Varieté. Dieser Meinung ist der Circus Krone. Er bezeichnet die Tiere als die wahren Helden des Zirkus, neben dem Akrobatischen und Clownesken. Als solche würden sie auch behandelt, proklamiert er und liefert vorsorglich Informationen zu Tierhaltung und Lehrmethoden im Programmheft.

Ähnliche Situation in Zoos

Sorgen über das Wohl der Tiere seitens der Besucher mögen berechtigt sein. Die meisten ihrer Argumente könnten jedoch auch gegen Zoos angeführt werden. Doch wie soll der Wert der Tiere erlernt werden, wenn nicht aus nächster Nähe in Zoo oder Zirkus?

Zudem ist die Zirkustierhaltung in Deutschland streng reglementiert. Ein Zirkusbesuch ohne schlechtes Gewissen sollte somit möglich sein. Zumal es auch nicht im Interesse der Zirkusse sein kann, ihre Manegenstars zu misshandeln. Die wenigen Etablierten, die es noch gibt, begäben sich sonst selbst ins Todesrad.


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