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Bundeswehr dementiert Video von WTD-Tag in Meppen – Flog Autoteil in Zuschauer?

Von Carola Alge

Die Vorführungen auf der WTD in Meppen fanden in einem abgesperrten Bereich statt. Foto: Gerd MecklenburgDie Vorführungen auf der WTD in Meppen fanden in einem abgesperrten Bereich statt. Foto: Gerd Mecklenburg

Meppen. Für Verwirrung sorgt ein Video von den Vorführungen bei der WTD in Meppen am Tag der offenen Tür 2015. Flog bei einem Panzer-Pkw-Crash ein Teil in die Besucherreihen? Die Bundeswehr sagt: Nein. Ein Zuschauer schildert eine andere Sicht auf die Ereignisse.

Entgegen der Betitelung eines Internetvideos vom Tag der offenen Tür bei der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen „Leopard 2 zerstört Fahrzeug. Teil fliegt in Publikum“ sei es dort bei den Vorführungen zu keinen Unfällen gekommen.

Lediglich Mückenstich und Schwächeanfall

Das erklärte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr Koblenz am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Sanitätskräfte hätten lediglich einen Mückenstich und einen Schwächeanfall gemeldet. Das Video in Kombination „mit der nicht zutreffenden Bildunterschrift vermittelt aufgrund der ungünstigen Kameraposition eine optische Täuschung.“ Bei genauer Betrachtung sei ersichtlich, dass das Teil in einiger Entfernung zu den Besuchern auf der Freifläche lande. Um was es sich dabei genau handelt, werde noch geklärt. Absperrungen in ausreichendem Abstand zur Vorführungsfläche hätten die Besucher gesichert.

Der Autor des Videos widerspricht

Das sieht der Autor des Videos ganz anders: Dass sein Video laut Bundeswehr „mit der nicht zutreffenden Bildunterschrift und aufgrund der ungünstigen Kameraposition eine optische Täuschung“ vermitteln würde“, könne er so nicht stehen lassen. In seinem Blog analysiert er das Video Bild für Bild. Sein Fazit: Das Teil, vermutlich eine Gasdruckfeder, sei „im Publikum gelandet und nicht auf einer Freifläche.“

Zuschauer bestätigen das Video

Ein Zuschauer berichtete, dass ein Teil in Richtung der Zuschauer geflogen und „auch in mitten dieser gelandet“ sei. Eine männliche Person mit einem blauen T-Shirt und der Aufschrift WTD habe das fliegende Teil gesehen und sich direkt in die Aufschlagrichtung begeben. „Die Behauptung der Bundeswehr, es wäre nichts in die Zuschauer geflogen, betrachte ich als Unverschämtheit“, berichtet der Salzbergener. Als Reaktion auf das fliegende Teil habe er direkt im Flyer der Veranstaltung nachgeschaut, ob dort etwas von Haftungsausschluss geschrieben stand. Er sei nicht fündig geworden.


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