Ehrenamt: Dietmar Niemann Meppener als Lebensretter der Eulen im Einsatz

Von Ann-Christin Fischer

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Dietmar Niemann kontrolliert einen Nistkasten in Meppen/Teglingen. Foto: Ann-Christin FischerDietmar Niemann kontrolliert einen Nistkasten in Meppen/Teglingen. Foto: Ann-Christin Fischer

Meppen. „Wir müssen leise sein, sonst fliegt er direkt weg“, flüstert Dietmar Niemann und zeigt auf einen Nistkasten in Meppen/Teglingen. Mit „er“ meint er einen Steinkauz, aber leider sehen wir an diesem Vormittag keinen der auf der Roten Liste stehenden Tiere.

Dietmar Niemann engagiert sich seit 2010 für die Arbeitsgruppe Eulenschutz beim NABU Emsland-Mitte e.V.. Seine Vorliebe für Tiere hat er bereits als Kind entdeckt: „Ich war schon damals sehr naturverbunden und habe mich mit Kanarienvögeln, Wellensittichen, Zwerghühnern und Tauben beschäftigt.“ 2010 wurde er dann auf den NABU aufmerksam und entschied sich schnell für den Eulenschutz. Heute leitet er die Arbeitsgruppe und engagiert sich als Beisitzer im Vorstand der Ortsgruppe – alles ehrenamtlich.

Künstluche Nistkästen

Was ein Eulenschützer alles macht? Zum Beispiel die Frühjahrskontrolle und Reinigung der Steinkauzröhren von altem Nistmaterial, die Brutkontrolle Anfang Juni und die neuen Standortbestimmungen für weitere künstliche Nistkästen. „Leider gib es immer weniger Brutbäume und ohne menschliche Hilfe könnte diese Vogelart wohl kaum bei uns überlegen“, erklärt er seinen Antrieb für die ehrenamtliche Arbeit.

Mittlerweile hat die Arbeitsgruppe Eulenschutz ca. 200 Steinkauzkästen in den Städten Meppen, Haselünne und Haren sowie in Twist, Geeste und Herzlake aufgestellt. An vielen Abenden fährt er nach Feierabend die einzelnen Gebiete ab, um nach seinen Lieblingsvögeln zu schauen. „Ganz toll ist es natürlich, wenn man die Altvögel dabei beobachten kann, wie sie die kleinen Käuze füttern“, gibt er zu.

Toller Naturgarten

Und wenn der Technische Kaufmann sich gerade nicht mit Eulen beschäftigt, bleibt er der Natur treu: Zu Hause hat er sich einen tollen Naturgarten geschaffen, natürlich für die heimischen Vögel. Viele Obstbäume und verschiedene Pflanzen sorgen für ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Und natürlich hat er auch hier viele selbst gebaute Nistkästen angebracht. Er fotografiert sehr gerne, läuft regelmäßig fünf bis zehn Kilometer, aber der Eulenschutz sei schon ein sehr wichtiger Bestandteil in seinem Leben. „Ich habe das Glück, dass meine Frau und meine Tochter mich immer unterstützen, denn ohne den Rückhalt der Familie würde das alles natürlich nicht gehen“, gibt er zu.


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