Gelbe Blüten sind nicht giftig Pflanze der Woche: Löwenzahn hat Gutes zu bieten


Meppen. Wer kennt Ihn nicht den Löwenzahn? Fast jedem wird er auch als Pusteblume nur zu gut bekannt sein. Was kann also an dieser Pflanze, die manchen Gartenbesitzern vielleicht auch durch Ihre unglaublich schnelle Verbreitung wie eine leichte Pest vorkommt, so besonders sein?

Jedoch ist nur den wenigsten bekannt, dass dem Löwenzahn eine ganz besondere Geschichte vorangeht. So soll er Christus gehört haben, der am Kreuze mit einem Löwen verglichen werden konnte. Der Milchsaft des Löwenzahns hingegen zeigt symbolisch das vergossene Blut Jesu. Aus diesem Grund wurde die „Pusteblume“ auch als Symbol der Verbreitung des christlichen Glaubens angesehen.

Einen wesentlich weltlicheren Hintergrund hat dagegen der weitverbreitete Glauben, der weißliche Milchsaft sei giftig. Folgendes mag dahinterstecken. Nun war es ja früher so, dass zum sonntäglichen Kirchgang die lieben Kinder ihre besten Kleidungstücke anziehen mussten und diese, da sie in der Regel nur eine Garnitur davon besaßen, auch sauber und heil bleiben sollten. Allerdings gab es für die Kinder, auf dem Weg zum sonntäglichen Kirchgang und auch danach eine große Verlockung. Grüne, blühende Wiesen auf denen man herrlich herumtollen konnte.

Blüte färbt ab

Leider hinterließen, sehr zum Verdruss der Eltern, die vielen, gelben Löwenzahnblüten Flecken auf der Kleidung, die sich nicht so einfach wieder rauswaschen ließen. Und so wurde den Kindern gesagt, sie dürften nicht nach Herzenslust in diesem Blütenmeer herumtollen, da der austretende Milchsaft, der zerdrückten Pflanzenteile giftig sei. Er ist aber gar nicht giftig!

So weit so gut aber diese Pflanze hat noch weitaus mehr zu bieten. So hilft der Löwenzahn zum Beispiel gegen Appetitlosigkeit, Verstopfungen oder auch bei Gallenerkrankungen.

Und selbst wer kerngesund ist, kann sich den Löwenzahn zunutze machen. So ist es beispielsweise möglich, aus den gerösteten Wurzeln eine Art Kaffeeersatz herzustellen, was in der Tat in Notzeiten wie nach dem Zweiten Weltkrieg oft praktiziert wurde, da echter Kaffee nicht zu bekommen war. Mit frischen jungen Löwenzahnblättern kann man den eigenen Salat auffrischen oder eine Wildkräuterbutter herstellen.


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