Ferienpass-Aktion Spannender Tag für Kinder am Bahnhof Meppen


Meppen. Über die Gefahren, die an einem Bahnhof lauern können, sind elf Kindern im Rahmen einer Ferienpass-Aktion aufgeklärt worden. Bei etwa 30 Grad und strahlendem Sonnenschein wurden die jungen Teilnehmer von den Bundespolizisten Peter Lupitzki und Martin Czech am Meppener Bahnhof erwartet.

Nach einem kurzen Kennenlernen ging es zügig los. Die beiden Polizisten verteilten zunächst Warnwesten an die Kinder. Schon hier wurde klar: Auch wenn der Spaß für die Kinder nicht zu kurz kommen soll, gehen die Beamten mit dem nötigen Ernst zur Sache. Beide ließen immer wieder kleine Witze in die Geschichten einfließen, doch im Kern ging es darum, die Kinder vor den zahlreichen Gefahren zu warnen, die an jedem Bahnhof lauern können. „Wir wollen die Kinder zu Hilfspolizisten ausbilden“, erklärte Lupitzki.

In einem Seminarraum der Emsländischen Eisenbahn (EEB) berichteten die beiden Beamten den erstaunten Kindern von ihrem Alltag. Als Lupitzi erzählte, wie er zu einem Unfall gerufen wurde, bei dem jemand starb, ging ein Raunen durch den Raum.

Spaßige und ernste Informationen wechseln sich ab

Die Polizisten meisterten einen Spagat zwischen ernsten und spaßigen Information für Kinder mit Bravour. Nach der kurzen Theorie folgten die Kinder den Beamten zum Gleis. Dort durften auch die Kinder von ihren Erfahrungen am Bahnhof erzählen. Warum es eine weiße Linie gibt und man diese keinesfalls überschreiten darf, wussten die Kinder längst.

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Eine rege Diskussion entstand und die Polizisten, sowie ihre Hilfspolizisten könnten sich den einen oder anderen Lacher nicht verkneifen. Die vielen Fragen der Kinder konnten von den Beamten souverän und mit viel Witz beantwortet werden.

Im Führerhäuschen mitgefahren

Zum Abschluss erfüllte die Emsländische Eisenbahn den Neun- bis Dreizehnjährigen noch einen Traum. Einmal im Leben im Führerhäuschen mitfahren. Die Augen der Kinder wurden immer größer, als sie vor dem 88 Tonnen schweren Ungetüm standen. Jede Unsicherheit verflog allerdings, als sich die Tür öffnete und die Kinder bei einer Rangierfahrt dabei sein durften.

Zum Abschluss verteilten die Polizisten noch Getränke und Warnwesten an die Teilnehmer. „Denkt daran, ihr seid jetzt Hilfspolizisten“, gab Lupitzi den immer noch grinsenden Kindern mit auf den Weg. Und wer weiß. Vielleicht wird man den einen oder anderen später in Uniform antreffen. Sei es die eines Polizisten oder die eines Lokführers.

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