Europas größter Ü-Wagen Technik total für das Pokalspiel in Meppen

Von Heiner Harnack

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Mepppen. Nach der 0:4-Niederlage gegen den 1. FC Köln konnten die Verantwortlichen des SV Meppen die Akten für den DFB-Pokal in der laufenden Saison schließen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass einiges dazu gehört, 90 Minuten Fußball optimal zu inszenieren.

Die ersten Gespräche fanden bereits Wochen zuvor in der Hänsch-Arena statt, um das Spiel vor allen Dingen für die Fernsehsender, den heutigen Ansprüchen genügend, umzusetzen. In der Vorwoche gaben sich Handwerker der verschiedensten Branchen die Klinke in die Hand, um Werbung der Exklusivpartner des DFB-Pokals zu platzieren. Um allen Journalisten eine schnellstmögliche Weitergabe von Texten und Bildern zu gewährleisten, wurde noch bis tief in der Nacht vor dem Spiel ein neues WLAN-System auf einem der Flutlichtmasten von Industriekletterern montiert. Um die Sicherheit im Stadion zu gewährleisten, musste allein der Heimverein 140 Ordner rekrutieren. Zusätzlich wurden Fachkräfte einer Sicherheitsfirma engagiert.

Die Polizei bezog ihr Hauptquartier auf der alten Haupttribüne, um auch über die Lage in der Stadt jederzeit informiert zu sein. Am frühen Samstagmorgen rollten die technischen Fahrzeuge der TV-Sender ins Stadion. Unter ihnen der TVN-Ü5-HD, der im komplett ausgefahrenen Zustand rund 6 Meter Breite und 18 Meter Länge an Platz für seine 40 Tonnen Gesamtgewicht benötigt. Hier lesen Sie alles über den SV Meppen

Ein Fahrzeug, das für 32 Mitarbeiter während der Liveübertragung ausgelegt ist, insgesamt über 24 Kameras, von denen allerdings nur 9 Stück in Meppen ausgepackt wurden, fast 100 Monitore, 8 Harddiskrekorder, 4-Ebenen-Bildmischpult und ein Lawo-Tonmischpult verfügt, das mit seiner 2500x2500-Audiomatrix selbst höchsten Ansprüchen bei Klassikkonzerten genügt. Produktionsleiter Marco Pisano sagte, dass der derzeitig größte Übertragungswagen Europas für eines der kleinsten Stadien in der ersten DFB-Pokalhauptrunde gebucht wurde. Dazu hatte SVM-Geschäftsführer Peter Stöver noch ein mobiles Aggregat für 2x250 KvA buchen müssen, um allen Gefahren eines Stromausfalls in der Hänsch-Arena zu entgehen.

Nach Spielende wurden die Kabel sofort wieder eingerollt, und Produktionsleiter Pisano dirigierte Personal und Technik noch in der Nacht zum nächsten Übertragungsort.


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