Schülertour durchs Krankenhaus Ferienpasskinder besuchen Meppener Ludmillenstift

Von Constanze Lerch

Auf dem Rundgang durch das Ludmillenstift lernten die Kinder auch, wie eine Wunde behandelt wird. Foto: Constanze LerchAuf dem Rundgang durch das Ludmillenstift lernten die Kinder auch, wie eine Wunde behandelt wird. Foto: Constanze Lerch

Meppen. Die vielen Fragen der Ferienkinder an die Mitarbeiter des Ludmillenstift in Meppen haben verdeutlicht – die Schüler interessiert brennend, was in einem Krankenhaus alles passiert und welche Aufgaben die Ärzte und Pfleger erfüllen.

Viele der Schülerinnen und Schüler waren zwar schon einmal im Ludmillenstift, um sich behandeln zu lassen, aber einen Arbeitstag auf den einzelnen Stationen kannten die Kinder noch nicht. Für sie gab es im Rahmen der Ferienpassaktion einen Rundgang durch das Krankenhaus, der bei den Kleinen auf viel Begeisterung stieß.

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Erste Station der Tour war der Schockraum, in dem die Patienten nach einem Unfall zuerst behandelt werden. Dort zeigte die Krankenschwester den Kindern, wie die Verletzungen behandelt werden und welche Dinge im Schockraum unerlässlich sind. Dazu gehört zum Beispiel ein roter Druckschalter, den die Helfer vor jeder Aufnahme drücken. Er aktiviert eine Uhr. Damit soll kontrolliert werden, wie schnell die Helfer arbeiten und wie lange sie für die Behandlung eines Patienten brauchen.

Bei der Versorgung von Verletzten ist es außerdem ganz wichtig, eine Haube aufzusetzen, damit keine Haare ins Gesicht fallen können. Außerdem tragen sie einen Mundschutz, um eine Infektion zu verhindern. Bei jeder Behandlung muss ein neues Set verwendet werden. „Davon haben wir aber genug“, versicherte die Krankenschwester und schenkte zum Beweis den Schülern eine Haube und einen Mundschutz, welche die Kinder natürlich gleich anprobieren wollten.

Besuch im Säuglingsraum und Kreißsaal

Um zu zeigen, wie eine Verletzung oft behandelt wird, bekam eines der Kinder von der Pflegerin sogar einen Verband angelegt. Der für die Mädchen und Jungen wohl faszinierendste Teil des Rundgangs war wohl das Neugeborenenzimmer, in dem sie mit großen Augen den gerade einmal einen Tag alten Finn kennenlernen durften. „Der hat ja ganz kleine Hände und Füße“, stellten die Kinder überrascht fest.

Vom Neugeborenenzimmer aus ging es in den Kreißsaal, wo Finn und die anderen Babys geboren werden. Hier wurde den Jungen und Mädchen erklärt, auf welche unterschiedliche Art und Weise die Kinder zur Welt kommen können und dass es ganz wichtig ist, direkt nach der Geburt die Lunge, den Bauch und das Herz des Säuglings zu kontrollieren.

Nach der Herzkontrolle ging es ins Blutlabor

Wie man das Herz bei Kindern und Erwachsenen untersucht, wurde den Schülern in der Abteilung der Inneren Medizin demonstriert. Zwei von ihnen konnten in einem der Behandlungsräume ein EKG machen lassen und das Ergebnis anschließend mit nach Hause nehmen. Ein EKG zeichnet die Aktivität des Herzens auf und stellt fest, ob das Herz eines Menschen gesund ist oder nicht.

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Zu den weiteren Stationen des Rundgangs gehörten außerdem die Kinderstation und die Räume der Physiotherapie. Zum Abschluss der Tour lernten die Kinder noch einmal eine ganz andere Seite des Krankenhauses kennen. Im Labor wurde ihnen gezeigt, wie Blutproben in Reagenzgläsern einen sogenannten Auto-Analyzer durchlaufen, um die Werte der Patienten zu untersuchen. Nach diesem ausführlichen Rundgang durch das Krankenhaus stärkten sich die Ferienkinder in der Kantine des Ludmillenstift.