Mehrere Großprojekte in 2016 CDU Meppen will Schulden der Stadt weiter senken

Von Hermann-Josef Mammes


Meppen. Die Meppener CDU-Stadtratsfraktion will weiter am Sparkurs festhalten. In einem Pressegespräch gab Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Tallen sogar die Maxime aus: „Wir wollen bis 2020 einen einstelligen Schuldenstand erreichen.“

Dabei hat die Kreisstadt in den vergangenen Jahren bereits kräftig ihre Belastungen abgebaut. 1997 musste Meppen noch einen Schuldenberg von 32,2 Millionen Euro mitschleppen. Zurzeit sind es gerade noch 14,3 Millionen Euro . Ein weiteres Darlehen von 553000 Euro soll in Kürze getilgt werden. „Auch die Finanzprüfer der Kreisverwaltung bescheinigen uns bereits seit Jahren eine gute Haushaltsführung“, sagte der CDU-Politiker. Meppen nehme in der Region einen Spitzenplatz unter den Mittelzentren ein. Tallen wies zugleich auf die niedrige Arbeitslosenquote von 3 Prozent hin und dies bei aktuell stolzen 17431 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Im Oktober will die CDU-Stadtratsfraktion in einer zweitägigen Klausurtagung in Papenburg die weiteren haushaltspolitischen Eckpfeiler festlegen. Der Stadtrat wird in seiner öffentlichen Sitzung am 10. Dezember das Finanzpaket schnüren.

Dabei will die CDU-Fraktion durchaus investieren. In den Stadtumbau im Bereich Schützenstraße/Hafenstraße sollen pro Jahr eine Million Euro fließen. Das neue Jugendzentrum an der Bleiche werde 1,5 Millionen Euro kosten. Zwei Millionen Euro sieht der Etat für die Sanierung des Polizeigebäudes vor.

Für 115000 Euro werden die Außenanlagen am Kunstzentrum Koppelschleuse neu gestaltet. 2016 werde zudem der Campingplatz komplett neu gebaut. Tallen rechnet mit „Kosten von rund einer Million Euro“. Sanitär-, Lager- und Bürogebäude müssen neu errichtet werden. „Wir wollen zudem den Vorschlag von Bürgern prüfen lassen, ob wir Teile der Ems wieder für den Schwimmbetrieb öffnen können“, sagte Tallen. In das Gesamtkonzept würden auch die Stellplätze für Wohnmobile integriert.

Der CDU-Fraktionschef begrüßte, dass „im Herbst endlich der Baustart für die neue Brücke über die Meppener Schleuse“ erfolgt. In Spitzenzeiten würden hier pro Stunde 80 Radfahrer, 320 Pkw und 30 Lkw die einspurige Brücke passieren. An den Gesamtkosten beteilige sich die Stadt mit 500000 Euro. Dies würde zu einer enormen Erleichterung für die Wohngebiete Feldkamp und Helter Damm führen.

Eine Rad- und Fußgängerbrücke soll es im Bereich Schullendamm/Bleiche über die Ems geben. „Hier sind wir uns interfraktionell weitgehend einig“, sagte Tallen. Die Kosten lägen bei 700000 Euro. Dabei will die CDU-Stadtratsfraktion als weiteres Projekt eine zweite Fußgänger- und Radwegebrücke in der Nähe der Hasehubbrücke errichten. Diese könne auch, wie einst die provisorische Brücke, von der MEP zum Amtsgericht führen.