Kandidat für Ehrenamtspreis Meppen: Klaus Raue Helfer beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses

Das Dorfgemeinschaftshaus in Schwefingen soll dauerhaft zum Treffpunkt der Gemeinde werden. Dafür muss es nach dem Umbau mit seinen Grünanlagen nun auch regelmäßig gepflegt werden. Foto: Kim KarotkiDas Dorfgemeinschaftshaus in Schwefingen soll dauerhaft zum Treffpunkt der Gemeinde werden. Dafür muss es nach dem Umbau mit seinen Grünanlagen nun auch regelmäßig gepflegt werden. Foto: Kim Karotki

Meppen. Einen Ort zu schaffen, wo Jung und Alt gerne zusammenkommen und sich wohlfühlen, war das Anliegen von Klaus Raue. Beim Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Schwefingen hat er nicht nur als Organisator die Fäden in der Hand gehalten, sondern sich auch mit Herzblut als Helfer betätigt.

Bei der Dorferneuerung in Schwefingen sollte auch das Dorfgemeinschaftshaus in Schwefingen in Angriff genommen werden. Das Gebäude sah heruntergekommen aus, und genutzt wurde es auch immer weniger. „In ein paar Jahren hätte man bestimmt die Tür ganz zugemacht“, ist Klaus Raue sich sicher, dass das Haus schon bald keine Funktion mehr für gemeinschaftliche Treffen gehabt hätte. „Ich möchte hier alt werden, und das ist etwas, womit langfristig etwas für die Gemeinschaft getan werden kann“, ist sein Antrieb.

„Da haben alle etwas von“

„Da haben alle etwas von, von den Senioren bis zu den Jugendlichen“, ergänzt Jörg Magnussen, dem die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses auch zur Herzensangelegenheit geworden ist. Um den Treffpunkt für Jugendliche attraktiver zu machen, gehörte auch ein Internetanschluss auf den Plan. „Aber das sitzt im Moment finanziell nicht drin“, räumt Raue ein. „Man kann im Monat nun mal nur das ausgeben, was man hat.“ Deshalb ist es ihm wichtig, zur Umsetzung noch Einnahmen zu beschaffen. Zudem ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Für den Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss ist eine Theke geplant, oben werden noch Stühle gebraucht. „Es gibt noch einiges, was sich dann zusammenläppert“, weiß der 39-Jährige.

Vom Beruf aus mit dem Bauwesen vertraut, ist Raue früh als Experte in den Ausschuss zur Dorferneuerung gewählt worden. Von da an trieb er das Projekt nicht nur mit seinem Fachwissen als Organisator der Eigenleistung voran, sondern wurde auch zum Ansprechpartner für alle beteiligten Firmen. Gemeinsam mit Heinz Otten, Hans Meyerose und Magnussen als den Hauptakteuren hat Raue die Abbrucharbeiten sowie das Verfugen, Dachdecken, Klempnern, Isolieren und Streichen, die Vorbereitung der Grünanlagen und den Ausbau des Dachgeschosses maßgeblich vorangetrieben. „Insgesamt sind deutlich mehr als 2500 Stunden in Eigenleistung erbracht worden“, sagt Raue. Doch er betont, dass auch der Umbau eine Gemeinschaftsleistung war: „Wir hatten über 80 verschiedene Helfer. Das ist viel wert, dass wir viele Leute haben, die einiges von sich aus machen“, lobt er den Einsatz der Gemeindemitglieder, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren.

„Wir sind alle stolz“

„Wir sind alle stolz, die ganze Gemeinde“, ist sich Marlies Gruber als Ortsvorsteherin sicher, dass das Projekt von den meisten Anwohnern gut angenommen wird. Und auch der Schützenverein St. Joseph Schwefingen-Varloh ist zufrieden mit der Leistung seines Kassenwarts Raue. „Durch seinen Einsatz war es dem Schützenverein möglich, im Dachgeschoss in kompletter Eigenleistung einen Luftgewehrschießstand zu installieren und einen Gruppenraum für die Jugend in der Gemeinde einzurichten“, sagt Magnussen als zweiter Vorsitzender. „Er hat sehr viel Zeit, Herzblut und Energie in das Projekt eingebracht.“