Lossprechung im Gaststättengewerbe Gastronomienachwuchs in Meppen ohne Zukunftssorgen

Von Heiner Harnack

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Die Absolventen nach der Lossprechung durch die IHK. In der ersten Reihe: Larissa Anna Dehoust, Reemt Leicht und Susann Arns, die Jahrgangsbeste wurden. Foto: Heiner HarnackDie Absolventen nach der Lossprechung durch die IHK. In der ersten Reihe: Larissa Anna Dehoust, Reemt Leicht und Susann Arns, die Jahrgangsbeste wurden. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Selten waren die Chancen, eine Stelle im Hotel- und Gaststättenbereich zu bekommen, so gut wie heute. Im Restaurant Am Waldstadion in Meppen fand die Lossprechung der jungen Absolventen statt.

Die Betriebe suchen derzeit nicht nur Auszubildende, sondern händeringend, wie das gesamte Handwerk, Fachkräfte. Das wurde auf der Verabschiedung deutlich.

Bezirksverbandsvorsitzender Hans Klute erzählte, dass das Lernen heute aber niemals aufhöre. „Wer im Beruf weiter vorankommen will, muss sich ständig fortbilden und seinen Horizont erweitern“, so Klute. Wenn man die Arbeitsplatzsituation in Osnabrück sähe, dann müsse vor jeder Tür ein Headhunter stehen, der mit einer Ablösesumme die potenziellen Fachkräfte für einen Betrieb rekrutieren könnte.

Im Arbeitsamtsbezirk Osnabrück seien derzeit 100 freie Plätze über alle Berufe der Gastronomie gemeldet. „ Im Emsland boomt seit Jahren vor allen Dingen der Fahrradtourismus , was nur bewältigt werden kann, wenn wir genügend Fachkräfte haben“, sagte der Vorsitzende. Vor allen Dingen Kräfte, die sich auch im Ausland weitergebildet hätten, würden gerne ins Emsland zurückgeholt, da hier jede Hand dringend gebraucht würde.

„Denken Sie daran: Für jeden von Ihnen ist ein Platz im Arbeitsleben da“, machte Klute deutlich, wie gut die Zukunft für die Absolventen aussähe. Für ein erfolgreiches Berufsleben sei aber die innere Einstellung verantwortlich. „Machen Sie einen Beruf mit Liebe, und Sie werden Erfolg haben“, so der Chef des Hotel-Restaurants in Osnabrück. Klute dankte allen Ausbildungsbetrieben und erwähnte den demografischen Wandel, da sichtbar sei, dass in Zukunft weniger Auszubildende zur Verfügung stünden.

Zufrieden mit der Zusammenarbeit mit der BBS

Besonderer Dank ging an Studiendirektor Hubert Höning von den Berufsbildenden Schulen in Meppen, der, so Klute, zum letzten Mal an einer Lossprechung teilnahm. „Der Kreisverband Meppen-Lingen und Papenburg-Aschendorf ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den BBS, was zu einer sehr harmonischen Prüfungssituation geführt hat“, meinte Klute, der auf die guten Ergebnisse der Prüflinge hinwies. Die Organisation hätte bei der Industrie- und Handelskammer gelegen, die für die Durchführung der Prüfung verantwortlich gezeichnet hätte. Klute sagte , dass man jedem Prüfling hätte in seiner Leistungsfähigkeit gerecht werden wollen.Sollte einmal das Zeugnis nicht so gut ausgefallen sein, würde trotzdem mancher Chef sagen, dass die Note nicht das einzig Ausschlaggebende sei. „Das Entscheidende wird später sein, wie man sich selbst darstellt.“

Die besten Absolventen: Hotelfachfrau: Susann Arns, Akzent Hotel Landgasthof Evering. Emsbüren Koch: Reemt Leicht, Hotel am Wasserfall, Lingen. Restaurantfachfrau: Larissa Anna Dehoust, Hotel am Wasserfall, Lingen.


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