Millionenprojekt bis 2017 Marianum baut Gebäude für Naturwissenschaften


Meppen. Die Planungen laufen schon seit Jahren, jetzt gab es grünes Licht aus dem Kreistag: Das Gymnasium Marianum in Meppen baut 2016 einen neuen Trakt für den naturwissenschaftlichen Unterricht.

Mit 1154 Schülern ist das Marianum das zweitgrößte Gymnasium des Emslandes. Viele Schülergenerationen haben die Geheimnisse von Knallgasprobe, Newtonscher Näherung oder Photosynthese in Physik-, Chemie- und Biologieräumen aus den 1970er Jahren kennengelernt. Nun werden diese Fachräume in einem zusätzlichen Gebäude neu errichtet für voraussichtlich rund 7,5 Millionen Euro.

Einen Tag nach der Entscheidung des emsländischen Kreistages , die Schulstiftung des Bistums Osnabrück mit 3,28 Millionen Euro in Form eines Zuschusses und eines Darlehens zu unterstützen, haben Vertreter as Lehrerkollegium, Schulstiftung und Schulelternrat sowie Dutzende Schüler das Vorhaben mit einer Menschenkette begrüßt.

Sie beschrieb recht genau den Verlauf der Außenwände des neuen Gebäudes, das dreigeschossig in Passivhausbauweise errichtet werden soll. In jedem Geschoss wird es Fachunterrichtsräume für Biologie, Chemie und Physik geben, dazu einen zentral nutzbaren Vorbereitungsraum.

Hinzergrund der Maßnahme ist der Umstand, dass 13 Kurs- und Fachräume über der Aula nicht mehr den Anforderungen des heutigen Unterrichts entsprechen und nicht saniert werden können. Gleichzeitig sind die Fachräume in die Jahre gekommen und ebenfalls erneuerungsbedürftig, so dass die Schule in einem großen Wurf die Neuordnung der Raumsituation angehen will.

Ein Neubau soll deshalb den naturwissenschaftlichen Trakt beinhalten, andere Räume werden dann abgerissen beziehungsweise wo möglich umgebaut.

Die Baukosten für den ersten Schritt, nämlich den neuen naturwissenschaftlichen Trakt, betragen nach derzeitigem Stand 6,56 Millionen Euro. Die Hälfte zahlt die Schulstiftung Osnabrück, die auch Trägerin des Gymnasiums ist. Für die Ausstattung der neuen Räume und die Umgestaltung alter Unterrichtsräume wird eine weitere Million Euro veranschlagt, die ebenfalls von der Schulstiftung getragen wird.

Der Geschäftsführer der Stiftung, Georg Schomaker, geht davon aus, dass im März 2016 mit dem Bau begonnen werden kann und das Gebäude zum Schuljahr 2017/2018 fertig sein dürfte. „Wir setzen seit Jahren bei unseren Schulen auf Modernisierung “, sagte er. Das Marianum sei das bisher größte Vorhaben.

Johannes Burrichter, stellvertretender Schulleiter und Projektverantwortlicher, freute sich über die Zusage der Finanzierung durch den Kreistag und die Schulstiftung. „Wir sind dankbar, den Neubau nach einiger Anlaufzeit umsetzen zu können.“ Außerdem freue er sich auf die verstärkte Kooperation mit der Marienhausschule, die 2017 einen Teil der Räume mitnutzen wird. Burrichters Dank galt auch den Elternratsvertreterinnen Helga Meyer und Annette David, die sich ebenfalls sehr für den Neubau engagiert hätten.


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