3000 Arbeitsstunden geleistet Meppener Verein SV Hemsen feiert neue Tribüne

Von Heiner Harnack


Meppen. Rund 3000 Stunden ehrenamtliche Arbeit sind beim Bau der neuen Tribüne des SV Hemsen geleistet worden. Mit der 25. Sportwoche, einem bunten Programm und einer kirchlichen Einsegnung wurde das Bauwerk offiziell in Betrieb genommen.

Der SV Hemsen hatte viel aufgeboten, um einen würdigen Rahmen zur Einweihung der kleinen, aber feinen Tribüne zu bieten. Neben Spielen der Mannschaften des Vereins, dessen Erste Fußball-Herrenmannschaft in der Ersten Kreisklasse spielt, durften die F-Jugendlichen während des Fußball-Erlebnis-Camps mit Lagerfeuer und Übernachtung im Zelt, dem Leder hinterherjagen. Beim Cliquenturnier durften dann so renommierte Namen, wie Hemchester United, Red Bull Rühle oder Olympiakos Kanackos beweisen, was sie fußballerisch zu bieten hatten.

Der Gottesdienst zur Einweihung der Tribüne war bewusst mit An- und Abpfiff ähnlich wie ein Fußballspiel aufgebaut. Theresa Conen hatte mit den Kleinsten des Vereins Plakate mitgebracht, die einzelne Begriffe, wie zum Beispiel Halbzeit, Kapitän, Torwart, Fankurve oder Foul auflisteten. „Wenn ein Spieler einem anderen bewusst eine Verletzung zufügt, um das Spiel zu behindern, sprechen wir von einem Foul. Auch wir Christen machen das manchmal“, zog Conen eine Parallele zum alltäglichen Leben. Man hätte aber die Möglichkeit, um Entschuldigung zu bitten, erklärte Conen. Den Begriff der Fankurve übertrug die Rednerin auf einen Gottesdienst, in dem die Fans Gottes bei diesem mitgingen und diesen durch Beten und Singen zu unterstützen. „Der Trainer bringt den Kindern das Spiel und die Regeln bei.“ Ähnlich mache es auch ein Priester, um den Menschen zu zeigen, wie sie ihren Glauben leben könnten. Die kirchliche Segnung wurde von Pastor Günter Wessendorf von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Meppen-Ost vorgenommen.

Erster Vorsitzender Klaus Bandowski erinnerte an die enormen Anstrengungen, die von den Mitgliedern und vielen Förderern des Vereins unternommen worden seien, um die Tribüne zu schaffen. „Vor 17 Jahren standen wir hier in Gummistiefeln auf einem Acker“, erinnerte Bandowski an die Anfänge des Stadions. Heute könne man auf ein tolles Vereinsheim, zwei hervorragende Fußballplätze und eine Tribüne verweisen, die ihresgleichen suchten. Das Besondere sei, dass von derselben Tribüne auch den sportlichen Aktivitäten auf dem nebenan liegenden Platz, der eine Flutlichtanlage zu bieten habe, zugeschaut werden könne. Der Vorsitzende versprach den Ehefrauen, die häufig während der Bauzeit auf ihre Ehemänner hätten verzichten müssen, die Rechnung für die Blumensträuße zu übernehmen. Vertreter des Kreissportbundes, des Kreisfußballverbands, sowie die beiden Repräsentanten der Stadt Meppen, Bürgermeister Helmut Knurbein und seine Stellvertreterin Annelene Ewers, die zugleich als Ortsvorsteherin von Hemsen fungiert, äußerten sich lobend über das neue Gebäude .


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