Büter baut Spezialmaschinen Meppener Hebebühnen für die Kölner Oper

Interessante Details berichtete Hermann Janzen (r.) über Hebebühnen. Foto: Tobias BöckermannInteressante Details berichtete Hermann Janzen (r.) über Hebebühnen. Foto: Tobias Böckermann

Meppen. Die CDU des Ortsverbandes Emslage hat die Firma Büter Hebetechnik im Euroindustriepark Versen besichtigt. Dort produzieren 110 Mitarbeiter vor allem Hubtische und Hebebühnen, die an teilweise sehr spezielle Kundenwünsche angepasst werden.

Geschäftsführer Hermann Janzen erläuterte rund 30 CDU-Mitgliedern sowie weiteren Interessierten, dass die Hebetechnik den jüngsten Bereich der Firma Büter darstelle. Schon vor 50 Jahren war Büter in Haren mit der Produktion von Hydraulikzylindern gestartet und inzwischen mehr als 250 Patent- und Gebrauchsmusterschutzschriften erarbeitet.

1978 gründete Büter eine Niederlassung in Emmen, im Jahr 2000 kam die Büter Hebetechnik GmbH in Versen als weiteres Unternehmen hinzu. Zuvor hatte Büter innerhalb der Maschinenfabrik an der Entwicklung von Hebetechnik gearbeitet.

Und angehoben werden muss so ziemlich alles, was auf eine Hebebühne passt. Geschäftsführer Wilhelm Janzen erläuterte der CDU-Ortsverband svorsitzenden Juliane Große-Neugebauer und den Gästen, dass in Versen allerdings keine Serienproduktion stattfinde. „Hier gibt es Konkurrenten in China, die das billiger können, als wir.“

Deshalb konzentriere man sich auf Anfertigungen auf Kundenwunsch und sei hier auch noch mit der Auslastung und der Nachfrage zufrieden. „Wir verkaufen rund 65 Prozent unserer Produkte in Deutschland, der große Rest geht hauptsächlich nach Europa, hier vor allem in die Niederlande.“ Die Märkte in Russland, China und Südeuropa seien aber wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht mehr so präsent wie einst.

Und bei einem Rundgang durch die Produktionshallen zeigte Janzen nicht nur die erst vor kurzem in Betrieb genommene hochmoderne Lackierhalle, sondern auch zahlreiche gerade fertiggestellte Hubtische. Einige waren zum Beispiel für einen Flugzeugbauer bestimmt, der mit den Hebebühnen Material in die Flugzeugrohbauten transportieren will. Und eine andere Spezialanfertigung wird in die derzeit renovierte Kölner Oper eingebaut. Die zu stemmenden Gewichte lagen zwischen einer und zehn Tonnen. Gebaut hat Büter auch schon eine Hebebühne, die in einer zweistöckigen Autofabrik einen beladenen Lkw in das Obergeschoss bringen kann.

Aber nicht nur Firmen kaufen bei Büter – auch Privatleute ordern Hebebühnen, zum Beispiel dann, wenn sie ihre Autosammlung elegant in der hauseigenen Tiefgarage unterbringen wollen und der Platz für eine normale Einfahrt fehlt.

Mit dem Standort Euro-Industriepark Versen war Janzen sehr zufrieden, wenngleich es immer wieder Probleme mit dem Breitbandinternet gebe. Angesprochen auf die vielen Freiflächen im Euro-Industriepark vermutete Janzen, die Preise pro Quadratmeter seien einfach im Vergleich zu anderen Gewerbeflächen zu hoch. „Hier können sich nur etablierte Unternehmen Grundstücke leisten, Jungunternehmer können sich das nicht leisten.“


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