Meppener im Kinderkanal ZDF produziert mit Liedermacher Christian Hüser

Von Heiner Harnack

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Gleich drei Rollen spielt Musiker Christian Hüser beim Dreh des ZDF in Oldenburg: Sänger, Posaunist und Trompeter. Später wird alles übereinander kopiert. Foto: TV-SenderGleich drei Rollen spielt Musiker Christian Hüser beim Dreh des ZDF in Oldenburg: Sänger, Posaunist und Trompeter. Später wird alles übereinander kopiert. Foto: TV-Sender

Meppen. Der Meppener Kinderlieder-Produzent Christian Hüser hat vom ZDF einen Auftrag erhalten, für KiKa dem Kinderkanal von ARD und ZDF eine aufwendige Produktion durchzuführen.

„Zunächst glaubt man nicht wirklich, dass sich am anderen Ende der Leitung ein Mitarbeiter des ZDF meldet“, berichtet Hüser vom ersten Kontakt mit dem Sender. Redakteur Gunnar Peschke hatte beim Meppener Liedermacher angefragt, ob dieser Interesse hätte, etwas für den KiKA zu produzieren. Nachdem das neue Album „Lass die Sonne rein!“ auf den Markt gekommen war, hatten die „Mainzelmännchen“ Geschmack auf eine Zusammenarbeit bekommen.

Produktion in Oldenburg

Nach einem Kurzbesuch von Peschke, selbst auch Kontrabass-Spieler, in Meppen und einigen Telefonaten konnte Hüser sich auf den Weg nach Oldenburg machen, wo im Cewe-Studio ein Musikvideo gedreht wurde. Das ZDF ist innerhalb des KiKA zuständig für die Musikproduktionen, so dass die Mainzer TV-Macher auch in Oldenburg das Sagen hatten.

Dort habe das ZDF im sogenannten Blue-Screen-Verfahren ein Lied bildtechnisch aufgenommen. Übrigens benutzen die TV-Produzenten blau als Hintergrundfarbe, weil diese nicht auf der Haut vorkommt und sich am besten von den zumeist rot-gelb-weiß Tönen von derselben abhebt. „Natürlich durfte ich am Samstag, als wir insgesamt fünf Stunden drehten, nichts Blaues tragen, sonst wäre das eingestanzte Bild eben auf meiner Jeans oder meinem Polohemd erschienen“, erzählt Hüser weiter.

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Produziert wurde für die neue KiKa-Sendung „Singalarm“, die ab Herbst im Kinderkanal zu sehen ist. Sie löst das bisherige Format „Singas Musikbox“ ab. In der Sendung, die immer samstags ab 10.20 Uhr laufen und laut Senderangaben von rund einer Million Kindern verfolgt werden wird, sehen die kleinen Zuschauer dann genau drei Minuten dieses aufwendigen Drehs.

Für das neue „Apfelsaftlied“, das Hüser kurzfristig auf Nachfrage des ZDF zusammen mit Dennis Niemeyer produziert hatte, wurde dann in Oldenburg eingeleuchtet, meterweise blauer Stoff verlegt, die HD-Kamera positioniert und immer wieder kamen genaue Anweisungen, wo, wann und wie der Liedermacher während der Aufnahmen zu stehen habe. In dem Video wird später gezeigt, wie Apfelsaft produziert wird und in die Flasche kommt, so der Meppener.

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Hüser, der schon reichlich Fernseherfahrung durch die Arbeit bei ev1.tv mitbrachte, erzählt, dass er sich bei den Machern pudelwohl gefühlt hätte. „Natürlich schwitzt du während der Aufnahmen. Aber die Maskenbildnerin hatte ihre Zaubertücher aus Leder dabei und es dauerte nicht lange und ich war wieder drehfertig“, so der Meppener zu den während des Drehs eher afrikanisch anmutenden Temperaturen.

Weiterer Dreh gebucht

Weil den ZDF-Leuten um Kameramann und Produzent Matthias Omonsky die Arbeit mit Hüser gefiel, wurde sogleich ein weiterer Termin mit ihm vereinbart. Mitte August heißt es dann Kofferpacken und nach Wiesbaden fahren, wo eine weitere Produktion stattfinden wird. In der hessischen Landeshauptstadt produzieren die Mainzer Fernsehmacher dann das Lied „112-Die Feuerwehr kommt schnell herbei“.


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