Vorplatz eröffnet Zehn Millionen Euro für Meppener Bahnhof

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Voll des Lobes sind die Redner während der Eröffnungsfeier für den Vorplatz des Meppener Bahnhofes gewesen. Axel Sauert von Bahnhofsmanagement DB Netze sprach von „einer der attraktivsten und schönsten Visitenkarten der Deutschen Bahn“.

Bürgermeister Helmut Knurbein freute sich beim Festakt am Freitag, dass das „große Dach nicht nur Regen abhält, sondern auch Schatten spendet“. Das ganze Ensemble sei ein „modernes und funktionales Eingangstor zur Stadt“. In den nächsten Monaten werde noch die Bahnhofstraße umgestaltet. „Insgesamt sind dann im Bahnhofsbereich 10 Millionen Euro investiert worden“, sagte Knurbein. Auch dank des attraktiven Kioskes, der Barrierefreiheit mit Fahrstühlen sowie der großzügigen Überdachung sei ein „Aufenthaltsort mit Wohlfühlcharakter“ entstanden.

Landrat Reinhard Winter dankte der Landesnahverkehrsgesellschaft sowie der Deutschen Bahn AG, dass auf der Emslandstrecke die Bahnhöfe Leschede, Lingen, Haren und Papenburg und jetzt Meppen umgebaut wurden. Der Landkreis habe das Vorhaben in Meppen gerne mit 307000 Euro bezuschusst, um den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken.

Winter kritisierte, dass die Deutsche Bahn, die ab 13. Dezember nur noch den IC-Fernverkehr bedient, die Schalter in Lingen, Meppen und Papenburg schließen will. „Das ist nicht hinnehmbar.“ Hierzu fänden in Kürze Gespräche in Hannover statt.

DB-Vertreter Sauert attestierte zwar die zunehmende Bedeutung von Bahnhöfen zu „Mobilitäts-Drehscheiben“ für einzelnen Regionen, ohne jedoch in seiner Rede auf die Kritik des Landrates einzugehen. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte er anschließend: „Ich sehe hier durchaus noch Handlungsspielräume.“ Gleichwohl gebe es eine Regelung, wonach die DB im Umkreis von 500 Metern keinen eigenen Schalter zur Westfalenbahn eröffnen darf. Die Westfalenbahn wird ihren Schalter für den Verkehr ab 13. Dezember im Meppener Bahnhof unter der Regie der Emsländischen Eisenbahn vorhalten.

Geschäftsführer Klaus Hoffmeister von der Landesnahverkehrsgesellschaft sagte: „Es macht Spaß, in Meppen zu investieren.“ Meppen sei eine aufstrebende Stadt und ein lohnendes Urlaubsziel. So nahm die Zahl der Zugfahrgäste in Meppen binnen weniger Jahre eine „rasante Entwicklung“. Zählte die DB im Jahr 2009 noch 1160 Ein- und Aussteiger in der Kreisstadt, waren es 2013 bereis 1900. Er sei überzeugt, dass sich dieser positive Trend fortsetzt.

Unter dem Motto „Mobilität und Verkehr – Gestern – Heute – Morgen“ lädt die Stadt zu einem Aktionstag auf dem neu gestalteten Bahnhofsvorplatz am heutigen Samstag, 4. Juli, von 10 bis 17 Uhr ein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN