Mobilität erleichtert Integration Meppen eröffnet Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge

Von Georg Hiemann


Meppen. Seit Mittwoch hat die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge auf dem Kossehof geöffnet. „Wir wollen mehr Mobilität für die Flüchtlinge, um die Integration und ihren Alltag zu erleichtern“, hofft die Meppener Integrationsbeauftragte Elisabeth Mecklenburg auf viele Fahrradspenden.

„Die Idee der Integrationsbeauftragten finden die Stadtverwaltung und der Rat so gut, dass wir sie sofort aufgegriffen und umgesetzt haben“, ist sich auch Bürgermeister Helmut Knurbein sicher, dass viele Meppener ihre Keller durchforsten und Fahrräder zum Kossehof bringen. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern, Sponsoren und Unterstützern appellieren alle Beteiligten: „Spendet gut erhaltene Fahrräder und Zubehör.“

Auf dem Kossehof können die Räder dienstags bis donnerstags von 10 bis 16.30 Uhr in der Möbelkammer abgegeben werden. Ein Team von zurzeit elf ehrenamtlichen Personen steht bereit, um aus „Alt“ mit viel Können und Geschick „Neu“ zu machen.

In der Fahrradwerkstatt erhalten die Flüchtlinge dann ihr eigenes Rad, mit den sie mobil die Stadt erkunden, Einkäufe und Behördengänge erledigen können. Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Fahrräder zuvor auf ihre Straßentauglichkeit und Verkehrssicherheit geprüft und eventuell natürlich auch repariert werden. Die AWO, das DRK und der SKM stellen Berechtigungsscheine aus. Gegen Vorlage des Scheins und für einen kleinen Obolus werden die Räder ausgegeben.

Realisiert werden konnte die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge mit Unterstützung der Stadt Meppen und dank des Kossehofs, der den Raum für die Werkstatt zur Verfügung stellt und auch sonst unterstützend zur Seite stehen wird. Die Firmen Wocken und Brand aus Meppen sponserten Einrichtungsgegenstände und Werkzeug, weitere Unterstützung haben die Hasetal Touristik sowie der Lions Club Meppen zugesagt. Spontan erklärte Wilhelm Koormann, Geschäftsführer Hasetal Touristik: „Nach der Urlaubssaison sind wir gerne bereit, in Ausnahmefällen auch angebotene Fahrräder bei älteren Spendern zu Hause abzuholen.“

Info bei Elisabeth Mecklenburg, Tel. 05931/153156.