Ergebnisse vorgestellt Hochschule begleitet Meppener Hospitzmitarbeiter für Studie

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Stellten die Ergebnisse der Studie vor: (v.l.) Silke Seidel, Verena Begemann ( Wissenschaftlerinnen), Claudia Rundt, Rosemarie Fischer, Ulrich Domdey (beide LAG), Carmen Breuckmann-Giertz (Hospiz-Stiftung).Foto: privatStellten die Ergebnisse der Studie vor: (v.l.) Silke Seidel, Verena Begemann ( Wissenschaftlerinnen), Claudia Rundt, Rosemarie Fischer, Ulrich Domdey (beide LAG), Carmen Breuckmann-Giertz (Hospiz-Stiftung).Foto: privat

Meppen. Die Hochschule Hannover hat ehrenamtliche Mitarbeiter in Hospizen begleitet. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt vorgestellt worden und liefern den Verantwortlichen wichtige Erkenntnisse über Defizite und Wünsche bei der Arbeit der Freiwilligen.

Die Hospizbewegung setzt sich seit mehr als 20 Jahren aktiv dafür ein, ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Allein in Niedersachsen engagieren sich mehr als 15 000 Ehrenamtliche in 127 ambulanten und 26 stationären Hospizen. Sie leisten intensive Aufklärungsarbeit, bieten Sterbebegleitung in den „eigenen vier Wänden“ und helfen Kranken wie Angehörigen, ein Stück Alltagsnormalität zu bewahren.

Studienergebnis liegt vor

Ohne diese ehrenamtliche Hospizarbeit geht es nicht. Neu ist die Erkenntnis nicht. Allerdings gibt es jetzt den wissenschaftlichen Unterbau, der nicht nur diese Aussage fundamentiert. Die Hospiz-Stiftung Niedersachsen und die Hospiz-Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen (LAG) hatten 2012 eine zweijährige Kooperation mit der Hochschule Hannover (HsH) vereinbart, Ehrenamtliche nachhaltig zu qualifizieren. Die Ergebnisse liegen nun vor.

„Ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen hätte die Hospizarbeit heute nicht den Stellenwert in der Gesellschaft erlangt, den sie sich in den vergangenen Jahren erarbeitet hat“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt bei der Vorstellung der Ergebnisse. Das Projekt habe wichtige Anhaltspunkte dafür geliefert, welche Angebote für die Qualifizierung der Ehrenamtlichen ausreichend sind und wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Die Landesregierung hat das Projekt mit 337500 Euro gefördert.

Für die Studie hatten HsH-Studenten der „Sozialen Arbeit“ und der „Religionspädagogik“ bis in den Herbst 2014 Ehrenamtliche der Hospizinitiativen begleitet. Das Ergebnis: Hospizler sind hoch engagiert, fühlen sich gut vorbereitet und wissen um die Bedeutung ihres gesellschaftspolitischen Auftrags. Einige Wünsche nach Unterstützung wurden immer wieder formuliert und werden in künftige Fortbildungsangebote einfließen. Dazu zählen eine Verbesserung des Supervisionsangebotes und eine Stärkung professioneller Ansprechpartner in den jeweiligen Hospizvereinen. Das Thema der Vernetzung aller Professionen hat hierbei einen hohen Stellenwert. Für die Umsetzung fehlt es allerdings derzeit an finanziellen Mitteln. Insgesamt gab es vier Themenfelder, die betrachtet wurden.

Weitere Förderung nötig

Analysiert wurde während des Projekts auch die bisherige Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wurden deutliche Defizite festgestellt: kaum gezielte Pressearbeit auf lokaler oder überregionaler Ebene und verbesserungswürdige interne Kommunikationsstrukturen. Teilweise konnten Defizite bereits abgebaut werden.

Um die ehrenamtliche Hospizarbeit langfristig zu sichern, fordert die Hospiz- LAG Niedersachsen nun eine weitere finanzielle Förderung, zum Beispiel, um eine hauptamtliche Geschäftsführung einzusetzen, schließlich sind die meisten Vorstandsmitglieder berufstätig. Nur so können sich die die mehr als 15000 Ehrenamtlichen weiterhin in der bisherigen Qualität einbringen, heißt es. Zudem sei eine weitere wissenschaftliche Begleitung erforderlich.


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