Krimi ab 27. Juni Mord im Emsland: Wer ist Klaus-Peter Wolf?

Im Emsland spielt der Krimi „Das Geständnis“ von Klaus-Peter Wolf.  Archivfoto: dpaIm Emsland spielt der Krimi „Das Geständnis“ von Klaus-Peter Wolf. Archivfoto: dpa

Meppen. Klaus-Peter Wolfs Krimis sind Bestseller. Mit seinem Krimi „Ostfriesenwut“ stand er sechs Wochen auf Platz eins der Spiegel-Bestseller-Liste. Jetzt hat der Erfolgsautor das Emsland als Tatort im Visier. Dort lässt er sein Buch „Das Geständnis“ spielen. Warum, das erzählt Wolf in einem Interview mit unserer Redaktion, das am 27. Juni 2015 in der Meppener und Lingener Tagespost sowie der Ems-Zeitung erscheint. Mit dem Interview starten die täglichen Krimifolgen.

Schon in Wolfs Roman „Ostfriesenfeuer“ spielt Papenburg zur Zeit der Landesgartenschau und damit das Emsland eine wichtige Rolle. Der Täter will dort unter dem Blumenschiff eine Leiche vergraben. „In Papenburg habe ich eine sehr schöne Lesung gemacht, zu der viele Fans erschienen. Wenn ich zu einer Lesung komme, bin ich immer schon früher da, bleibe länger, lasse mich treiben, schaue mir Orte an. Dann war ich in Papenburg in der Redaktion. Dort hatte ich mit dem ehemaligen Redaktionsleiter ein sehr schönes Interview. Dabei haben wir lange über das Emsland gesprochen“, erzählt Wolf. Die Idee für den Emsland-Krimi wurde geboren. (Weiterlesen: Klaus-Peter Wolf schreibt Emslandkrimi „Das Geständnis“)

Ideen aus emsländischen Redaktionen

Für den haben Wolf zahlreiche Kollegen aus den drei emsländischen Zeitungsredaktionen Ideen zugespielt, von ihren Lieblingslokalen und -restaurants berichtet. Vieles davon ist in das etwas andere literarische Werk des Erfolgsautoren eingeflossen. Für den war es „eine große Freude, ins Emsland einzutauchen. Am liebsten wäre ich noch länger da geblieben. Ich denke, in Zukunft werde ich das Emsland noch viel mehr in meine Ostfriesenkrimis einbeziehen. Ich finde, zum Beispiel Lingen hat auch mal eine Leiche verdient“, sagt er schmunzelnd. (Weiterlesen: Ausführliches Interview mit Klaus-Peter Wolf)

Interessante Charaktere

Wie Wolf die Story angegangen ist, erzählt er im Interview mit unserer Redaktion . „Ich gehe von interessanten Charakteren aus. Langweilige belanglose Menschen können mir keine spannende Geschichte liefern. Wenn Sie aber zwei interessante Leute mit unterschiedlichen Interessen an einem Ort zusammenbringen, knallt es gleich. Ich habe viel über Menschen gelesen, die Verbrechen gestehen, die sie nicht begangen haben. Dies hat viele Gründe und Ursachen, manchmal von außen durch Verhördruck, manchmal liegt es in der Persönlichkeit begründet, dass sich jemand zum Beispiel schuldig fühlt und endlich auch verurteilt werden will. Manch einer heischt um Aufmerksamkeit. Ich habe versucht, mich ganz in so eine Figur zu versenken und aus ihrer Sicht die Welt zu sehen. Das war der gruseligste Teil der Arbeit. Ich bin dann auch nicht wirklich alltagstauglich, wenn ich so bin, kann ich ja nicht Brötchen holen gehen oder am Telefon mit Freunden reden. Ich steige dann ganz hinab in die Abgründe der menschlichen Seele und versuche, von unten heraus zu berichten. Danach werde ich dann wieder der nette Schriftsteller Klaus-Peter Wolf , der nichts Böses im Schilde führt.“

Füllhorn an Ideen für Emsland-Krimi

Für den Emsland-Krimi prasselte auf Wolf ein Füllhorn an Ideen und Anregungen von Mitarbeitern der NOZ Medien ein. Welchen Story-Hint fand er besonders ausgefallen? Die Antwort des Autoren kommt schnell. „Ich liebe ja Cafés. In meinen Ostfriesenkrimis spielt immer das Café ten Cate in Norden eine wichtige Rolle. Wenn ich auf meinen Lesereisen bin, sitze ich immer in Cafés und schreibe. Da ich ja mit einem Füller in ein Heft schreibe, sind Cafés für mich die idealen Orte. Ich kann mit dem Wort ‚Kaffeehaus-Schriftsteller‘ viel anfangen, und ich mag gute Torten.“ Klar also, dass auch ein Café eine Rolle im Emsland-Krimi spielt.

Emsland-Krimi startet am 27. Juni 2015

Wenn Sie wissen wollen, welches das ist und wie die Ermittlungen im Emsland-Krimi laufen, sollten Sie den nicht verpassen. Er wird ab 27. Juni 2015 täglich Stück für Stück auf der Seite „Kreis Emsland“ in der Meppener und Lingener Tagespost, in der Ems-Zeitung und im Internet auf www.noz.de/emslandkrimi veröffentlicht. Das Lesen lohnt sich auch deshalb, weil es am Ende der Veröffentlichung etwas zu gewinnen gibt. Was, das erfahren Sie in Ihrer Tageszeitung. Das komplette Interview mit Klaus-Peter Wolf, in dem er nicht nur über seinen etwas anderen Krimi, sondern auch über eine Schranktür als Bettunterlage und Problemzonen der Frauen plaudert, lesen Sie ebenfalls zum Krimi-Auftakt.


Klaus-Peter Wolf, geboren am 12. Januar 1954, lebt als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Norden (Ostfriesland).

Seine Fernsehfilme wurden oft zu Einschaltquotenhits. Für sein Drehbuch zum Fernsehfilm „Svens Geheimnis“ erhielt er 1996 den Rocky Award for best made TV-movies (Kanada) und den Erich-Kästner-Preis (Berlin-Babelsberg), sowie 1998 den Magnolia Award Shanghai für das beste internationale Drehbuch. Den Anne-Frank-Preis erhielt er 1985 für Buch und Film „Die Abschiebung“ (Amsterdam). Klaus-Peter Wolf gilt als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt und über neun Millionen mal verkauft.

Zusammen mit seiner Ehefrau Bettina Göschl und seiner Tochter Maxi Wolf produziert Klaus-Peter Wolf in letzter Zeit gern CDs für Kinder. Sie erscheinen im Jumbo-Verlag und erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

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