Farbenfrohes Großspektakel Wallfest in Meppen lockt Tausende


Meppen. Angenehme sommerliche Temperaturen und ein Abendprogramm, das angesichts seiner Vielfalt und Farbenfreude mit Recht als bunt beschrieben werden kann, haben am Wochenende bisher Tausende Besucher zum Wallfest auf die Schülerwiese gelockt. Dabei standen Feuer und Wasser für zwei besondere Höhepunkte des Abends.

Am Samstag gab der Musikverein Rühle den musikalischen Auftakt. Gespielt wurden Klassiker der Beatles ebenso wie diverse Konzertstücke oder auch aktuelle Songs etwa von Helene Fischer.

Sichtlich stolz kündigte anschließend der Geschäftsführer der Freilichtbühne Meppen, Oliver Schulte, eine kleine Premiere an. Erstmals wurden Szenen aus der Operette „Im weißen Rössl“ , die am 4. Juli Premiere in Meppen hat, auf der Bühne präsentiert. „Bei uns wird die Operette allerdings mehr Tempo haben als sonst, und wir werden sie auch auf eine ganz moderne Art und Weise darbieten“, erläuterte Schulte dazu.

Weiter ging es mit Ausschnitten aus dem Musical „Der Schimmelreiter“ von Florenz und Michael Potthast, vorgetragen von Isabel Waltsgott, Michael Przewodnik, Jacqueline Witt und Yannik Gräf.

Hier gibt es ausführliche Informationen zu dem Musical „Der Schimmelreiter“

Unterdessen füllte sich die Schülerwiese mehr und mehr, und auch das große Zelt war nahezu voll besetzt. „An dieser Stelle müssen wir auch einmal unsere Gastronomen loben, die sich viel Mühe gegeben haben und internationale kulinarische Spezialitäten bieten“, betonte Regina Holzapfel von der Stadt Meppen.

So soll das „Weiße Rössl“ in Meppen daher kommen

Auf dem Programm des Abends stand anschließend eine beliebte Meppener Band, die in der Region zweifelsohne jeder kennt: Meanwhile. Nachdem sie passend zur Dämmerung mit diversen Pop-Klassikern kräftig eingeheizt hatte, wurde es im wahrsten Sinne des Wortes heiß, und es begann ein lebhaftes Spiel mit dem Feuer. Sabastian und Diana vom TPZ in Lingen waren gekommen, um eine Feuershow zu präsentieren, die es in sich hatte. Dazu gehörte neben brennender Jonglage und einigen Zaubertricks auch die Kunst des Feuerspuckens, mit der Sebastian das Publikum auf flammende Weise beeindruckte.

Um das kühle Element drehte sich im direkten Anschluss der nächste Höhepunkt. Am gegenüberliegenden Ufer war vor dem Bootshaus eine Wasserorgel aufgebaut, die mit mächtigen farblich angestrahlten Fontänen verschiedenste Farbenspiele in die spätabendliche Dunkelheit malten – zum Erstaunen der Zuschauer, die sich am Ufer zahlreich versammelt hatten. Zum Ausklang des Wasserspiels sorgten der musikalische Leiter der Freilichtbühne Meppen, Jason Weaver, und Nora Düffels für die musikalische Begleitung, bevor Meanwhile noch einmal richtig loslegten.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Spiel, Sport und Action. Eingebettet in ein breites Unterhaltungsprogramm mit musizierenden Jugendlichen, Schminken für Kinder oder auch einem Wallspaziergang sorgte die Flyboard-Vorführung auf dem Kanal für Furore. In Kombination mit einem Jetski zeigte der Berliner Christoph Gutwasser, wie es aussieht, wenn jemand mit 300 Bar Wasserdruck angetrieben aus dem Wasser wie eine Rakete in die Lüfte steigt und dann schwebt.

Kurz darauf war das Entenrennen angesagt, das Bürgermeister Helmut Knurbein startete, indem er 4000 Gummienten aus einem großen Netz ins Wasser fallen ließ. Hier hatte der fünfjährige Leo Bentlage aus Meppen-Bokeloh besonderes Glück: Seine Ente mit der Startnummer 3988 erreichte als erste die Ziellinie.

Voller Körpereinsatz wurde den Zwei-Mann Teams beim Badeinselrennen abverlangt. Gut durchtrainiert und entsprechend heftig paddelnd sicherte sich das Team 112 mit Marcel Lammers und Markus Hüsers von der freiwilligen Feuerwehr Meppen den ersten Platz.

Wer sich danach entspannen wollte, hatte dazu beste Gelegenheit auf der Schülerwiese, während Soli & Tutti – die Band des Vitus-Werkes – für musikalische Untermalung sorgte.