Eröffnung der Klosterkonzerte Musikalische Botschafter in Haselünne

Kerstin de Witt (rechts)mit Flautando Köln bei einem Konzert in der Klosterkirche. Foto: Iris KroehnertKerstin de Witt (rechts)mit Flautando Köln bei einem Konzert in der Klosterkirche. Foto: Iris Kroehnert

Haselünne. Eine Hommage an Künstler aus der Region wird die Eröffnung der neuen Saison der Haselünner Klosterkonzerte. Die Botschafter Kerstin de Witt und Michael Borgstede unterhalten das Publikum musikalisch am Sonntag, 14. Juni.

Kerstin de Witt spielt Blockflöte , und Michael Borgstede musiziert am Cembalo. Sie sind nicht nur im Emsland aufgewachsen, als Musiker mit großer überregionaler Ausstrahlung sind sie auch musikalische Botschafter des Emslandes in aller Welt.

Beide haben sie ihr musikalisches Rüstzeug zunächst an der Musikschule des Emslandes erhalten. Kerstin de Witt gehört heute zu den erfolgreichsten deutschen Blockflötistinnen. Schwerpunkte ihres Spiels sind sowohl Kompositionen der „Alten Musik“ (Mittelalter, Renaissance und Barock) als auch der zeitgenössischen Musik.

So gewann sie schon 1998 beim internationalen Blockflötenwettbewerb in Calw den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition. Seit 1999 ist sie Mitglied des renommierten Blockflötenquartetts Flautando Köln, mit dem sie neben einer intensiven Konzerttätigkeit auch zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen macht. Konzerte führten sie durch Europa, Australien, die Vereinigten Staaten, Korea, Taiwan und Mittelamerika. Seit 1999 ist sie Dozentin der Sommerakademie Alter Musik in Tschechien.

Als Solist und als Mitglied des Kammermusikensembles Musica ad Rhenum ist Michael Borgstede in ganz Europa, den USA, Asien, Südamerika und im Nahen Osten aufgetreten. Der Musiker ist heute zudem Professor für Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Seine musikalische Ausbildung begann er mit der musikalischen Früherziehung an der Musikschule des Emslandes in Meppen.

Neben dem Klavierunterricht erhielt er dort auch Orgelunterricht. Er studierte Cembalo bei Jacques Ogg am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Borgstede strebt stets nach einem dramatischen Interpretationsansatz, der der Expressivität und dem rhetorischen Affekt der Barockmusik Genüge tut. Neben seiner Konzerttätigkeit und Lehrtätigkeit wird er regelmäßig als Dozent zu internationalen Meisterkursen und Lesungen zur „Historischen Aufführungspraxis“ eingeladen. In Haselünne werden Werke von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi zu hören sein.