Vier Jahre im Gefängnis Teheran Amnesty Meppen: 200 Unterschriften für Petition

Info-Aktion von Amnesty International in Meppen. Foto: privatInfo-Aktion von Amnesty International in Meppen. Foto: privat

Meppen. Auf dem Wochenmarkt in Meppen war der gelbe Infostand der ai-Gruppe Meppen unübersehbar. Einmal im Monat gehen die Menschenrechtler schon seit März mit einem aktuellen Fall auf die Straße und baten die Passanten, sich mit einer Unterschrift für einen Menschen einzusetzen, dessen Menschenrechte verletzt wurden.

Im Mai war dies Mohammad Ali Taheri, der sich seit vier Jahren im Teheraner Evin-Gefängnis in Einzelhaft befindet, da ihm wegen seiner spirituellen Weltanschauung und Lehren „Beleidigung islamischer Heiligkeiten“ vorgeworfen wird.

Der gewaltlose politische Gefangene steht momentan wegen der zusätzlichen Anschuldigung der „Förderung von Verdorbenheit auf Erden“ vor Gericht. Sollte es zur Verurteilung kommen, droht ihm, laut Mitteilung der Menschenrechtler, die Todesstrafe.

„Wir sind überwältigt vom Zuspruch der Meppener Bevölkerung“, freut sich Christine Weber-Dirksen, Gruppensprecherin von ai-Meppen. Kaum hatten die Aktivisten ihren Infostand aufgebaut, kamen bereits die ersten Passanten zum Stand und fragten, wo sie unterschreiben können. „Viele kannten den Fall bereits aus der Meppener Tagespost und dem EL-Kurier“, berichtet Sarah Lünswilken, die ganz neu in der Papenburger Gruppe mitmacht. Auch für Rieke Hoffner ist es der erste öffentliche Einsatz für die Menschenrechte.

Innerhalb weniger Stunden unterschrieben 200 Bürger bis zum Mittag die Petition und fordern damit die Freilassung von Mohammad Ali Taheri. Auch meldeten sich neue Interessenten, die sich eine aktive Unterstützung für die Menschenrechte in der ai-Gruppe Meppen vorstellen können.