Gewinner des Architektenwettbewerbes Vorstellung des neuen Jugendzentrums in Meppen

Das runde Gebäude hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Räume sind offen und miteinander verbunden. Grafik: Stadt MeppenDas runde Gebäude hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Räume sind offen und miteinander verbunden. Grafik: Stadt Meppen

Meppen. Ein Traum von einem Jugendzentrum – helle offene Räume mit Panorama-Dachfenstern, eine große Terrasse mit Blick ins Grüne und ein Jugendcafé mit Getränkebar. Über 400 Bewerber aus ganz Deutschland reichten ihre Gebäudeentwürfe bei der Stadt Meppen ein und präsentierten ihre Zukunftsvorstellung für den Neubau des Jugendzentrums An der Bleiche. Das Preisgericht kürte nun den Gewinner.

Von den insgesamt 400 Bewerbungen kamen 16 Architekturentwürfe in die engere Auswahl. „Die Konkurrenz war groß, aber es konnte sich ein Architekturbüro aus München von den anderen abheben“, erzählte Baudirektor Dieter Müller von der Stadt Meppen bei der Bekanntgabe.

„Für viele Architekten war dieser Wettbewerb eine große Chance. Wann hat man sonst die Möglichkeit, einen modernen Neubau für Jugendliche zu entwerfen“, sagte Stadtdirektor Matthias Wahmes. Jugendliche aus Meppen konnten ihre eigenen Wünsche in das Projekt mit einfließen lassen . Zudem hatten die Architekten weitere Vorgaben: „Der Neubau sollte eine Fläche von etwa 450 Quadratmetern haben. Außerdem sollte das Gebäude funktional und wirtschaftlich gestaltet werden. Es wurde besonders auf eine atmosphärisch anspruchsvolle Innenarchitektur wert gelegt“, so Müller.

All diesen Ansprüchen entsprach der Entwurf vom Architektenbüro Leupold Brown Goldbach aus München. „Das runde Gebäude hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Räume sind offen und miteinander verbunden. Die Glasfront und Terrasse sind weitere Highlight“, so Müller. Auch der 127 Quadratmeter große Veranstaltungsraum mit Bühne macht Kulturveranstaltungen im Jugendzentrum mit vielen Gästen in Zukunft möglich. Im Jugendcafé und auf der überdachten Terrasse können die jungen Erwachsenen entspannen.

Ein Park im Gebäude

Um nach draußen zu gehen, müssen die Besucher in Zukunft nicht einmal mehr das Gebäude verlassen, denn hinter einer Glasfront erstreckt sich ein kleiner Park mit Grünfläche. Für die kreativen Köpfe gibt es einen Kreativ- sowie Medienraum, wo auch Filme produziert werden können. Eine Küche, Büro- und Sanitärräume sind ebenfalls im Modell inbegriffen.

„Durch die beweglichen Schiebewände im Innenraum können die Räumlichkeiten noch vergrößert werden“, so Wahmes. „Für diesen detailgetreuen und modernen Entwurf entschied sich das Preisgericht in einer anonymen Abstimmung“, sagte Müller. Neben einem Architekten saßen in der Jury auch Bausachverständige sowie Jenny Lüken, die aus Sicht der Jugendlichen ihr Votum abgab.

Am Mittwoch wird der Sieger seine Entwürfe für das zukünftige Meppener Jugendzentrum selbst im Ratsaal vorstellen. „Es wird sich zeigen, wie eine konstruktive Zusammenarbeit aussehen kann. Es gibt unsererseits noch Änderungswünsche und der Kostenumfang ist auch noch zu klären. Danach können wir erst mit der weiteren Planung voranschreiten“, betont Müller.


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