Räume für Flüchtlinge notwendig SkM Emsland-Mitte lobt ehrenamtliche Mitarbeiter

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Die vielfältigen Aktivitäten des SkM wurden auf der Mitgliederversammlung im Gemeindehaus St. Vitus vorgestellt. Foto: Gerd MecklenborgDie vielfältigen Aktivitäten des SkM wurden auf der Mitgliederversammlung im Gemeindehaus St. Vitus vorgestellt. Foto: Gerd Mecklenborg

gm Meppen. Das Thema Flüchtlinge und Migration beschäftigt den Sozialdienst katholischer Männer (SkM) Emsland Mitte im besonderen Maße. Das wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung des SkM deutlich. Nach der Begrüßung

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Günter Göken informierte die Pädagogin Alicja Lewczuk über die Flüchtlings- und Sozialarbeit des SkM. Dabei definierte sie den Begriff Flüchtling näher und ging auf die Fluchtursachen ein. Zudem erläuterte Lewczuk ihren Aufgabenbereich im Sozialdienst. So werde etwa der Einsatz von vielen ehrenamtlich tätigen Menschen und Vereinen von SkM-Mitarbeitern koordiniert. „Diese begleiten Flüchtlinge und Asylbewerber bei Behördengängen, vermitteln an medizinische Einrichtungen, unterstützen bei der Sprach- und Lernförderung und bieten vielfältige Freizeitangebote an“, berichtete Lewczuk.

Im Geschäftsbericht des Vorstandes ging der Vorsitzende zunächst auf die Personalsituation des sozialen Dienstes ein. Um den stark ansteigenden Zahlen im Migrations- und Flüchtlingsbereich Rechnung zu tragen, sei in diesem Fachbereich eine neue Stelle geschaffen worden.

Hohe Arbeitsbelastung

Die Arbeitsbelastung des Personals sei insgesamt sehr hoch, da man rund 150 Menschen betreue. Problematisch sei in diesem Zusammenhang besonders die räumliche Unterbringung in der Margaretenstraße in Meppen. „Sie ist zu beengt und unzugänglich.“ Überlegungen, gemeinsam mit anderen sozialen Einrichtungen in einem „Haus der Sozialen Dienste“ unterzukommen, hätten sich aufgrund der hohen Kosten zerschlagen. „Wir wollen in der Stadt Alternativen abklopfen, die eine langfristige und gute Unterbringung zu akzeptablen Konditionen ermöglicht“, kündigte der Vorsitzende an.

Über die finanzielle Situation des SkM informierte im Detail Heinz Bröring, der die von einem Steuerberater geprüfte Bilanz vorstellte.

Geschäftsführer Arnold Esters berichtete von weiterhin steigenden Fallzahlen im Tätigkeitsfeld Verfahrenspflegschaft. „Wir haben dem Rechnung getragen und die Zeitkontingente der zuständigen Mitarbeiterin angepasst. Auch Esters ging auf die zunehmende Arbeitsbelastung der Mitarbeiter ein und hoffte „auf Veränderungen durch die Politik“.

Als Sorgenkind bezeichnete Esters das Projekt „Aktiv gegen häusliche Gewalt“, das durch die Rechtslage erheblich belastet sei. Das Fehlen von Daten erschwere die Arbeit im Projekt deutlich. Die Einbindung des Ehrenamtes bezeichnete der Geschäftsführer „als sehr gelungen“.

Als Erfolgsgeschichte sei das Soziale Kaufhaus (SoKa) zu bewerten. Es werde insgesamt gut angenommen. „Das bestätigen 34000 Kunden mit über 80000 Käufen“, sagte Esters.


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