Stück von Florenz und Michael Potthast Meppener arbeiten an Musical „Der Schimmelreiter“



Meppen. Das Stück „Gesina – das Musical“ stammt bereits aus ihrer Feder. Jetzt arbeiten Michael und Florenz Potthast an einem neuen Musikstück: „Der Schimmelreiter“. Ausschnitte werden bei dem neuen Meppener Wallfest präsentiert.

Isabel Waltsgott, Jacqueline Witt, Yannik Gräf und Michael Przewodnik werden unter der künstlerischen Leitung von Dominik Lapp musikalische Höhepunkte aus der ersten abendfüllenden Musicalinszenierung zur weltbekannten Novelle von Theodor Storm darbieten. Vielen sind einige der Akteure sicher noch aus dem Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ in der Meppener Propsteikirche bekannt.

Premiere hatten im März Ausschnitte des Stücks beim ersten deutschen Musicalwettbewerb „Creators“ im bekannten Schmidt-Theater Tivoli auf der Hamburger Reeperbahn. „Die Ereignisse haben sich mit diesem Wettbewerb etwas überschlagen, da wir ehrlich gesagt nicht damit gerechnet haben, dort ausgewählt zu werden“, erzählt Michael Potthast unserer Redaktion . Als Vorrundengewinner und damit Qualifikanten für das Finale im Oktober 2015 gingen die Meppener zwar nicht hervor. Aber sie hätten bei der Zusammenarbeit hierfür mit vier Musicaldarstellern aus Osnabrück und Julia Felthaus gemerkt, „an welchen Stellschrauben man noch drehen kann“.

Menge Erfahrung.

Das Musical baut auf der bekanntesten Novelle von Theodor Storm, „Der Schimmelreiter“, auf. Die Arbeit ihres zweiten großen Musikstücks gehen die Meppener „ganz anders als bei ,Gesina’ an“. Schließlich habe man aus der Uraufführung des Erstlings-Musicals 2013 „eine Menge Erfahrung“ mitgenommen. Die Entwicklung von ‚Gesina‘ mit allen damals Beteiligten sei eine große Hilfe für die aktuelle Arbeit, sagt Florenz Potthast. Der pensionierte Lehrer hat sein Buch für das Stück bereits fertig. 26 Szenen in zwei Akten umfasst das Werk. Allerdings vermutet er mit Blick auf die Erfahrungen mit dem Erstlingswerk „Gesina“, „dass bis zum Schluss noch etwas geändert wird“.

Bereits vor knapp 25 Jahren beschäftigte sich Potthast schon einmal eingehend mit Theodor Storm. Das Ergebnis war eine Musikkassette mit vertonten Gedichten unter dem Titel „Doch hängt mein ganzes Herz an dir …“. Daraus hervorgegangen ist die Gruppe Musaique, in der Florenz Potthast auch heute noch spielt. Die Idee für das Musical jedoch hatte sein Sohn Michael kurz nach der Uraufführung von „Gesina“ gehabt. „Der Stoff sei ideal für eine Umsetzung, erzählte er mir. Da habe ich schnell angefangen zu texten.“

16 der 26 Songs beinahe fertig

In Sachen musikalischer Arbeit ist Michael Potthast noch nicht ganz so weit: 16 der 26 Songs sind derzeit beinahe fertig. „Aber auch hier wird immer noch gefeilt“, erzählt der 32-Jährige. „Wir wurden aus knapp 160 Einsendungen für den ersten deutschen Musical-Wettbewerb ‚Creators‘ ausgewählt und haben im Zuge dessen bei der Zusammenarbeit mit vier Musicaldarstellern aus Osnabrück gemerkt, an welchen Stellschrauben man noch drehen kann.“

Etwas überraschend mussten die beiden Kreisstädter in kurzer Zeit für die Präsentation im Schmidt-Theater in Hamburg einen 20-minütigen Ausschnitt erarbeiten. „Dank der schnellen musikalischen Hilfe aus Osnabrück“, so der Komponist, sei dies möglich gewesen. Regisseur Dominik Lapp, der in Meppen bereits die „10 Gebote“ inszeniert hat, konnte für den Wettbewerb als künstlerischer Leiter erneut gewonnen werden. Mit Lapp, so Michael Potthast, sei außerdem noch ein weiteres Musical made in Meppen über den Osnabrücker Maler Felix Nussbaum geplant. Das Libretto dafür ist derzeit in Arbeit. Ein erster Song, „Lasst meine Bilder niemals sterben“ ist auch fertiggestellt und soll vor der Öffentlichkeit als Kostprobe beim Meppener Wallfest erstmalig aufgeführt werden. Dazu kommen acht Songs aus „Der Schimmelreiter“.

Neues Musical vielleicht noch 2015 fertig

Wann „Der Schimmelreiter“ fertig ist, wissen Autor und Komponist nicht genau. „Vielleicht sind wir aber noch in diesem Jahr so weit, dass man über eine mögliche Umsetzung nachdenken könnte“, hofft Florenz Potthast. Aber darüber spekulieren die beiden Meppener jetzt nicht. „Erst einmal wollen wir in Ruhe alles fertig schreiben“, ist ihre Devise.


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