Leader-Urkunden übergeben EU-Geld für fünf Regionen in Emsland und Grafschaft Bentheim


Meppen. Fünf Regionen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim können in den nächsten Jahren auf Geld von der EU zur Umsetzung verschiedener Vorhaben bauen. Sie sind in die nächste Periode des Förderprogramms Leader aufgenommen worden.

Dies bekamen die Vertreter der Regionen am Montag in Meppen schriftlich: Beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems durften sie die Urkunden entgegennehmen, die ihre Teilnahme an der neuen Förderperiode offiziell machen.

Nach Worten von Regionaldirektionschef Norbert Wencker kann jede Region in den kommenden Jahren mit EU-Geldern in Höhe von 2,4 Millionen Euro kalkulieren. Ab dem Spätsommer können die Mittel eingeplant werden. In welche Vorhaben sie fließen, entscheiden die jeweiligen Lokalen Aktionsgemeinschaften in Abstimmung mit dem ArL.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte Agrarminister Christian Meyer in Hannover bekannt gegeben, welche Regionen von 2014 bis 2020 in den Genuss von Fördermitteln kommen werden. Und das waren fünf der sechs Entwicklungsregionen, die in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim angetreten waren. Lediglich die Region WERO ging leer aus. Auf die Regionen kämen „riesige Herausforderungen“ zu, sagte der Sögeler EU-Parlamentsabgeordnete Jens Gieseke (CDU) bei der Urkundenübergabe. Dass es WERO nicht geschafft hat, sei bedauerlich, jedoch handele es sich nicht um eine politische Entscheidung, sondern um das Urteil einer unabhängigen Jury. Diese setzte sich zusammen aus Vertretern des Agrarministeriums und des ArL sowie des Instituts für ländliche Strukturforschung und des Thünen-Instituts.

Ihre Ziele hatten die Regionen bereits im Januar bei der Vorstellung der Konzepte umrissen. Die Lokale Aktionsgruppe Hümmling will Verbesserungen in den Bereichen „Leben“, „Wirtschaft“ sowie „Natur“ erreichen. Für die Region Moor ohne Grenzen ist die Entwicklung des Naturraums ein wichtiges Handlungsfeld. In der Region Hasetal stehen Tourismuswirtschaft, Umwelt und Klima sowie demografischer Wandel auf der Aufgabenliste. Auf Wohnen, Versorgung und Mobilität liegen die Akzente der Region Südliches Emsland. Die Region Grafschaft Bentheim will sich auf Tourismus, Ortsentwicklung und Lebensraum sowie Landschaft und Klima konzentrieren.


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