Verurteilt wegen Urkundenfälschung Verkehrsstraftäter in Meppen per Blitzerfoto überführt

Von Alfred Korfhage

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zu fünf Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldauflage von 1000 Euro verurteilte der Strafrichter beim Amtsgericht Meppen einen jungerwachsenen Mann aus dem Nachbarkreis. Symbolfoto: Colourbox.deZu fünf Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldauflage von 1000 Euro verurteilte der Strafrichter beim Amtsgericht Meppen einen jungerwachsenen Mann aus dem Nachbarkreis. Symbolfoto: Colourbox.de

Meppen. Zu fünf Monaten Freiheitsstrafe und 1000 Euro Geldstrafe wegen missbräuchlicher Verwendung eines Autokennzeichens hat der Strafrichter beim Amtsgericht Meppen einen jungerwachsenen Mann aus Bippen (Landkreis Osnabrück) verurteilt.

Im Juli 2014 war der Bauhelfer zusammen mit Freunden von Bippen zum Schlagbrückener See in Meppen gefahren. Auf dem Heimweg wurde sein Auto von einem Blitzer in Apeldorn fotografiert. Die Ermittlungen ergaben, dass das Kennzeichen zu einem anderen Auto gehörte. Der auf dem Foto erkennbare Angeklagte hatte keine Fahrerlaubnis, und es bestand keine Versicherung.

Der Verteidiger erklärte im Namen seines Mandanten, dass alle Vorwürfe stimmten. Die Kennzeichen habe sein Mandant von einem Freund bekommen und an seinem Auto angebracht. Der Führerschein sei ihm entzogen worden, weil er durch sein Fehlverhalten als Verkehrsteilnehmer gezeigt habe, dass er nicht die nötige Zuverlässigkeit aufweise.

Das Gesetz sieht für Kennzeichenmissbrauch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Im Vorstrafenregister fanden sich Verurteilungen wegen Diebstahls und Verkehrsdelikten. Nur einen Monat vor der Fahrt durch Apeldorn war der Bauhelfer zu einer Geldstrafe verurteilt worden, auch wegen Fahrens ohne Führerschein. Der Staatsanwalt beantragte daher sechs Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung, eine doppelte Geldauflage seines Nettoeinkommens, das 1100 Euro betrug, eine Führerscheinsperre und die Kosten des Verfahrens. Der Verteidiger plädierte für eine geringere Strafe: Sein Mandant benötige unbedingt eine Fahrerlaubnis, dann werde er auch nicht wieder straffällig. Drei Monate und eine Geldauflage von 500 Euro seien angemessen.

Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Urkundenfälschung verhängte der Strafrichter eine Bewährungsstrafe von fünf Monaten und 500 Euro Geldstrafe, ferner ein dreimonatiges Fahrverbot für alle Fahrzeuge. Der Angeklagte sei in fester Arbeit, müsse sicher lange auf eine Möglichkeit warten bis zur Erlaubnis, erneut den Führerschein zu erwerben. Daher sei eine Sperre nicht erforderlich. Der aus Fahrzeugkäufen und Gerichtsurteilen verschuldete Mann müsse sich bemühen, sein Verhalten zu ändern. Jede weitere Auffälligkeit führe zum Widerruf der Bewährungszeit von zwei Jahren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN