Gesangskunst vom Feinsten Hits aus 15 Musicals begeistern Meppen

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Meppen. Europas erfolgreichste Musicalgala „Die Nacht der Musicals“ gastierte im Theater Meppen. Mit Hits aus 15 Musicals begeisterte die Broadway Musical Dance Company die Zuschauer mit meisterlichem Gesang, Tanzakrobatik, schauspielerischen Einlagen und atemberaubenden Kostümen.

Ein Mann mit langen Haaren und nur mit einem Lendenschurz bekleidet steht vor einer elegant gekleideten Frau. Sie will sich ihm verständlich machen und ihm mitteilen, wie sie heißt, doch er spricht nur nach, was sie sagt, bis sie ihre Hand auf seine Brust legt und seinen Namen wiederholt und sie dann auf sich zeigt und ihren Namen nennt. Der wilde Mann versteht und sagt die inzwischen zur Redewendung gewordenen Worte: „Ich Tarzan, du Jane.“ Die beiden heben zum Singen an, während hinter ihnen mit Fellen bekleidete Tänzer sich mit Hebefiguren in immer wieder neue Formationen begeben. Die fünf Sänger und acht Tänzer der Broadway Musical Dance Company entführten die 500 Zuschauer im Theater Meppen in die Welt der Musicals.

Martin Werth brillierte in seiner Performance des Songs „Superstar“ als rappender Judas aus dem Rock-Musical „Jesus Christ Superstar“. Während die Tänzer den Chor mimten und riesige Kreuze der Animation im Hintergrund über die Bühne huschten, rockte der in einen langen Latex-Mantel gekleidete Judas die Bühne.

Ausnahmekünstlerin Kathy Savannah Krause zeigte ihre Wandlungsfähigkeit: Ob die Deutschamerikanerin bei Mondlicht im katzenartigen Gewand als Grizabella aus Cats melancholisch wimmernd „Memories“ sang, sie sich beim Song „We will rock you“ als Rockröhre zeigte, die Diva mit „Don’t cry for me Argentina“ aus „Evita“ gab oder im Duett mit Werth im König-der-Löwen-Song „Kann es wirklich Liebe sein“ auftrat, war sie das Chamäleon in der Gruppe der Musicaldarsteller des Abends.

Gesangskunst

Katrin Mayer demonstrierte ihre Gesangskunst in klassischen weiblichen Rollen wie der Christine aus dem „Phantom der Oper“, der Elisabeth aus dem gleichnamigen Musical oder der Jane in „Tarzan“. Im Duett mit Alexander Diepold ließ sie die Anmut italienischer Sprache im Lied „Time to say goodbye“ erklingen. Diepold beeindruckte in Paraderollen wie dem Phantom aus „Das Phantom der Oper“ oder Graf Krolock aus „Der Tanz der Vampire“. Der Bariton, der bereits als 21-Jähriger bei der Wiener Staatsoper mit Sängern wie Luciano Pavarotti zusammengearbeitet hat, zeigte aber auch, dass er den Spagat von der klassischen Ausrichtung bis zum poppigen Musical wie dem Medley aus „Mamma Mia!“ beherrscht.

Tenor Stefan Poslovski blieb durch seinen Auftritt als Falco im ersten Teil der Vorstellung in Erinnerung, mehr noch im zweiten Teil, als er im Song „Sweet Transvestite“ aus „The Rocky Horror Show“ den extrovertierten, glamourösen Wissenschaftler Frank N. Furter vom Planeten Transsexual mimte. Im schrägen Outfit stolzierte er nicht nur über die Bühne, sondern kreierte auch einen Kanon der lüsternen Art. Das Publikum war begeistert von der Darbietung, klatschte bei Songs aus dem Mamma-Mia-Musical, „We will rock you“ oder dem Medley aus „Ich war noch niemals in New York“ im Takt mit und stellte bei dem Udo-Jürgens-Hit „Mit 66 Jahren“ unter Beweis, wie textsicher es ist.

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