Für Menschenrechte kämpfen Amnesty International Meppen sucht neue Mitglieder

Im Kampf um Menschenrechte: Manfred Grossel, Andreas Herrmann, Bernhard Michalski, Christine Weber-Dirksen, Benedickt Papen und Gerhold Siemer (von links). Foto: Constanze LerchIm Kampf um Menschenrechte: Manfred Grossel, Andreas Herrmann, Bernhard Michalski, Christine Weber-Dirksen, Benedickt Papen und Gerhold Siemer (von links). Foto: Constanze Lerch

Meppen. Sie sind fundamentaler als alles andere, dennoch werden sie Menschen überall auf der Welt verwehrt: die eigenen Rechte. Amnesty International setzt sich seit 1961 für Menschen wie diese ein und sagt den jährlich zunehmenden Fällen von Menschenrechtsverletzungen den Kampf an. Auch in Meppen gibt es seit 1978 eine Gruppe, die viele Aktionen wie beispielsweise eine Ausstellung zu Kindersoldaten oder Petitionen für zu Unrecht Inhaftierte auf die Beine gestellt hat.

Damit Ideen wie solche auch in Zukunft in die Tat umgesetzt werden können, braucht die Gruppe in Meppen neue Mitglieder. In den letzten Jahren sind leider kaum neue Menschenrechtler zu Amnesty International Meppen hinzugestoßen, doch die Gruppe will weitermachen: „Wir wollen auch weiterhin bestehen bleiben“, sagt Christine Weber-Dirksen, die Gruppensprecherin. Mitmachen kann jeder, wenn er Zeit hat und sich gerne für andere Menschen einsetzt. Ein gewisses Maß an politischem Interesse sollte vorhanden sein.

Unterstützung bei der Suche nach neuen Mitgliedern erhält der Meppener Zusammenschluss von der Amnesty Gruppe aus Papenburg, die sich mit 30 Mitgliedern gut etablieren konnte. Auch in Leer und Aurich sind in den letzten beiden Jahren Vereinigungen entstanden. „Es wäre sehr schade, wenn die Gruppe schließen müsste“, betont Gerold Siemer, Sprecher Amnesty International Papenburg. In den letzten Jahren habe die Papenburger Gemeinschaft gut mit den Meppener Aktivisten zusammengearbeitet, zum Beispiel beim Austausch von Materialien. Hilfestellungen für den Erhalt der Gruppe wurde auch von der Stadt Meppen und Bürgermeister Helmut Knurbein und dem Stadtmarketingverein WiM zugesagt.

In Meppen treffen sich die Mitglieder einmal im Monat im Propsteigemeindehaus, um neue Aktionen zu planen und sich über die akutesten Probleme in der Welt auszutauschen. Wer sich aktiv an der Arbeit der Gruppe beteiligt, für den ist die Mitgliedschaft kostenlos. Wer wissen will, wie genau der Einsatz der Amnesty International Gruppe aussieht, kann sich auf dem Wochenmarkt am 21. März ab 9 Uhr ein Bild davon machen. Dort sind die Aktivsten nämlich mit einem Informationsstand über die Arbeit von Amnesty International vertreten. Außerdem wird an dem Tag auch durch eine Unterschriftenaktion auf den immer noch stark ausgeprägten Rassismus auf der Welt aufmerksam gemacht. Das Thema soll durch eine Kooperation mit dem Kino Meppen noch weiter an die Leute herangetragen werden. Am 6. und 7. April wird dort der Film Selma, der sich mit den Protestmärschen Martin Luther Kings beschäftigt, gezeigt. Dann werden die Menschenrechtler mit einem weiteren Informationsstand im Kino über die Problematik aufklären. In den nächsten Monaten sind außerdem noch weitere Aktionen geplant, unter anderem auf dem Stadtfest im Juni.

Wer sich gerne an dem Kampf um die Einhaltung der Menschenrechte beteiligen will, ist in der AI-Gruppe in Meppen willkommen. „Wir freuen uns über jede Unterstützung sehr“, betont Christine Weber-Dirksen. Um Menschen in Not zu helfen, ist jede Hilfe lebenswichtig.