Mama macht mal eine Pause Beim SkF in Meppen können sich junge Mütter austauschen

Von Ina Wemhöner

Ina Niendorf bastelt Loom-Armbänder und genießt die Auszeit. Rita Janssen und Rita Cordes (Leiterin des Familienzentrums St. Vitus Meppen) lesen derweil Inas Töchtern Haily und Kayla aus einem Kinderbuch vor. Foto: Ina WemhönerIna Niendorf bastelt Loom-Armbänder und genießt die Auszeit. Rita Janssen und Rita Cordes (Leiterin des Familienzentrums St. Vitus Meppen) lesen derweil Inas Töchtern Haily und Kayla aus einem Kinderbuch vor. Foto: Ina Wemhöner

Meppen. Die ersten Milchzähne, Kindersocken stricken oder die Umsetzung von Erziehungsmaßnahmen –das alles sind Themen, über die sich Frauen beim Treff für junge Mütter einmal die Woche im Familienzentrum St. Vitus in Meppen austauschen.

Unter dem Motto „Mit Kindern leben lernen“ bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Meppen jungen Müttern bereits seit elf Jahren die Gelegenheit, ihre Erfahrungen mit dem eigenen Kind untereinander auszutauschen. „Die Mütter haben in Ruhe Zeit zum Reden und wissen, dass ihr Kind währenddessen gut betreut wird“, erzählt Diplom-Sozialarbeiterin Rita Janssen. Sie organisiert seit drei Jahren den Treff und betreut die jungen Frauen auch sozialpädagogisch.

Regelmäßig nehmen vier bis sechs Mütter im Alter zwischen 20 und 30 Jahren daran teil. „Es ist ein offener Treff. Weitere Mütter können jederzeit dazustoßen. Die Kinderbetreuung übernehmen Ehrenamtliche in der Zeit“, erzählt Janssen. Die jungen Mütter befinden sich häufig in ähnlichen Situationen. Sie sind alleinerziehend oder gerade erst zugezogen und können auf diesem Weg zugleich auch soziale Kontakte knüpfen. „Auch in Krisensituationen stehen wir alles gemeinsam durch. Und dabei sind schon viele Freundschaften entstanden“, erzählt Ina Niendorf, Mutter von zwei Töchtern.

Auch steuerrechtliche Aspekte und Erziehungsfragen werden bei diesen Mittwochstreffen von 15 bis 17 Uhr besprochen. Beziehungskonflikte finden ebenfalls Gehör unten den jungen Müttern. Aber es geht nicht nur um die Problembewältigung. „Hauptsächlich wollen wir eine schöne Zeit miteinander“, sagt eine der jungen Frauen. So stehen oft gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen auf dem Programm. „Die Atmosphäre ist immer sehr zwanglos und harmonisch. Bei jedem Treffen habe wir eine andere Aktion geplant“, berichtet Janssen.

„Ich bin von Anfang an dabei gewesen, seit der Treff entstanden ist, und mir gefällt einfach die familiäre Atmosphäre“, erzählt Claudia Albers, während sie mit den anderen Müttern Loom-Armbänder bastelt. Ihre elfjährige Tochter spielt derweil im Toberaum nebenan im Familienzentrum. „Die Mütter stehen bei diesen Treffen im Fokus. Die Auszeit sei ihnen gegönnt“, so Janssen.