Hund durch Jagdgerät verletzt Schlagfalle liegt ungesichert im Wald in Meppen

Schlagfalle Typ „Kleiner Schwanenhals“, Bügelweite 46 Zentimeter mit Eiteller aus dem Kreisforst in Meppen-Rühlerfeld. Foto: Polizei MeppenSchlagfalle Typ „Kleiner Schwanenhals“, Bügelweite 46 Zentimeter mit Eiteller aus dem Kreisforst in Meppen-Rühlerfeld. Foto: Polizei Meppen

Meppen. Durch eine Schlagfalle, die ungesichert im Kreisforst in Meppen-Rühlerfeld ausgelegt war, ist ein Hund schwer verletzt worden.

Der Besitzer von Luke war mit dem Mischlingshund im Wald spazieren, als das Tier plötzlich aufschrie. „So habe ich noch nie einen Hund schreien gehört“, erzählt Guido Meyering. Die Falle hatte aufgespannt frei im Wald gelegen, bis der Hund hineintrat. Das linke Vorderbein war zwischen den gezahnten Bügeln der Falle mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern eingeklemmt. Normalerweise werden solche Fallen mit Werkzeug geöffnet, aber Meyering wundert sich selbst, dass es ihm gelang, das vor Schmerzen heulende und ganz panische Tier unter Kontrolle zu halten und die Bügel so weit aufzubekommen, dass der Hund seine Pfote herausziehen konnte.

In einer Tierklinik in Heede wurde Luke verarztet. „Jetzt geht es ihm den Umständen entsprechend wieder gut“, sagt Meyering. Aber es wird weitere Behandlungsschritte geben müssen, vielleicht sogar eine Operation. Luke habe Glück gehabt, weil er ein recht großer Hund ist. Ein kleinerer wäre womöglich von der Falle getötet worden, meint Meyering.

Die Falle hat er zur Polizei Meppen gebracht und Anzeige erstattet. Wie dort zu erfahren war, handelt es sich um ein Eiabzugseisen genanntes Jagdgerät, dass gegen Marder eingesetzt wird. Aber es ist Vorschrift, die Falle durch Abdeckungen so zu sichern, dass nur die bejagten Tiere dort hinein geraten sollen. Gefährdungen von Mensch und Haustieren sollen ausgeschlossen sein. Einen ähnlichen Fall hatte es im März 2014 in der benachbarten Gemeinde Twist gegeben, wo eine solche Falle ungeschützt in der Nähe der Reithalle ausgelegt war.

Hinweise nimmt die Polizei Meppen, Tel.: 05931/9490, entgegen.


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