Sicherheit erhöht Leitstellenverbund Emsland und Bentheim hat sich bewährt

Landrat Reinhard Winter und Dezernent Marc-André Burgdorf vom Landkreis Emsland in der Rettungsleitstelle, Foto: Landkreis EmslandLandrat Reinhard Winter und Dezernent Marc-André Burgdorf vom Landkreis Emsland in der Rettungsleitstelle, Foto: Landkreis Emsland

Meppen. Seit 2009 gab es erste Überlegungen der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, einen gemeinsamen Leitstellenverbund einzurichten. Nach einer Testphase hat sich diese Kooperation nach Angaben der Kreisverwaltung nun auch im Echtbetrieb dauerhaft bewährt.

Der Leitstellenverbund bringe neben der Optimierung des Personalbedarfs weitere Vorteile wie die Bündelung von Aufgaben und Kompetenzen, eine erhöhte Wirtschaftlichkeit sowie die Nutzung einer einheitlichen Technologie mit sich. So sei beispielsweise auch bei einem hohen Aufkommen von Notanrufen in dem rund um die Uhr besetzen Leitstellenverbund gewährleistet, dass sie schnell bearbeitet und entsprechende Hilfsmaßnahmen wie die Alarmierung von Einsatzkräften und die Organisation und Einteilung des Krankentransports in kürzester Zeit veranlasst würden. „All dies sind klare Mehrwerte für beide Landkreise. Die damit erreichten Verbesserungen tragen zu einer erhöhten Sicherheit bei“, so Landrat Reinhard Winter in einer Pressemitteilung. „Insgesamt betrachtet, verfügen beide Landkreise mit dem Leitstellenverbund über eine zentrale und ortsnahe Sicherheitseinrichtung mit weiter optimierten Möglichkeiten im Risikomanagement“, betonte auch Landrat Friedrich Kethorn (Landkreis Grafschaft Bentheim).

Von Beginn der Planungen an sei klar gewesen, dass die jeweiligen Rettungsleitstellen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim erhalten bleiben sollten. Wegen der gesetzlichen Vorgaben liegen umfangreiche Vorsorge- und Gefahrenabwehraufgaben (u. a. Katastrophenschutz, Kernkraftwerk Emsland, Tierseuchenbekämpfung) in der Verantwortung der jeweiligen Landkreise. Insofern seien die Leitstellen „zentrale Führungseinrichtungen“ vor Ort, die technisch, organisatorisch und personell alle Aufgaben für die Feuerwehr und auch für den Rettungsdienst erfüllten und denen deshalb eine besondere Bedeutung zukomme, erläuterten Winter und Kethorn.

2010 war die Kooperation zwischen den Landkreisen vertraglich besiegelt worden. Anschließend mussten einheitliche technische und organisatorische Grundlagen zur Umsetzung der Vereinbarung geschaffen werden. So war eine der wesentlichen Voraussetzungen die vollkompatible Leitstellentechnik für Funk und Alarmierung, die einen sicheren Betriebsablauf regelt. In den vergangenen Jahren seien in mehreren Schritten die Räume, die Ausstattung und die kommunikationstechnische Ausrüstung der Rettungsleitstellen grundlegend modernisiert worden, so die beiden Landräte.

Die Kosten in Höhe von rund 757000 Euro für die funk- und datentechnische Anbindung der beiden Leitstellen sowie Ausgaben von rund 818000 Euro für den Anschluss an das Digitalfunknetz der nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie Technisches Hilfswerk, Feuerwehren, Organisationen des Rettungsdienstes und der Katastrophenschutz tragen die Landkreise. Investitionen und die laufenden Kosten für den Betrieb der jeweils kreiseigenen Leitstelle trägt jeder Vertragspartner selbst.


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