Polizeiserie „Auf Streife“ Meppener Teichabpumpaktion für Sat.1-Doku nachgespielt

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Osnabrück. Die Aktion des Meppener Jugendlichen, einen Fischteich abzupumpen um sein verlorenes Handy wieder zu bekommen, gehört zu den kuriosesten Nachrichten des Jahres auf noz.de. Nun wurde der Fall für ein Doku-Format von Sat. 1 nachgestellt.

Die „Inhalte der Sendung basieren auf echten Polizeieinsätzen und werden mit echten Polizeibeamten frei nachempfunden“, heißt es bei dem Sat. 1 Format. Normalerweise lässt das nichts Gutes vermuten: Scripted-Reality-Formate zeigen in der Regel ein vollkommen überzeichnetes Bild der Ereignisse. Bei diesem Fall jedoch ist die Realität absurder als die Fiktion: Im Sommer 2014 versuchte ein 16-Jähriger aus Geeste den See eines Meppener Angelvereins abzupumpen, weil er sein Handy im kühlen Nass verloren hatte. „Ich dachte, die zwei Pumpen würden es schaffen, das Teichwaser größtenteils abzupumpen. Jedenfalls soweit, dass ich mit meinen Händen nach meinem Handy suchen könnte“, erzählte der Jugendliche damals im Gespräch mit unserer Zeitung.

Was er nicht bedachte und bemerkte: Das abgepumpte Wasser lief zwar in die Toilette des Angelvereins, ließ diese jedoch überlaufen, so dass sich Fäkalien und Wasser über das gesamte Gelände verbreiteten. Zudem war die Idee des Jugendlichen schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt: Bei einer Teichlänge von 80 Metern, einer Breite von etwa 15 Metern und der Tiefe von 1,5 Metern sei die Vorstellung, dass zwei Pumpen den Teich leer pumpen könnten, utopisch, so ein Mitglied des Angelvereins. Die blauäugige Aktion rief nach Bekanntwerden das Interesse diverser Medien wach.

Jetzt auch auf Sat. 1

Für die Scripted-Reality-Polizeiserie „Auf Streife“ wurde der Fall nachgespielt und auf Youtube hochgeladen: Hier will ein junger Mann ebenfalls einen See abpumpen – der allerdings weitaus größer ist, als der Originaltatort in Meppen. Ansonsten hält sich die knapp zwölfminütige Folge eng an die absurden Geschehnisse, inklusive rechtlicher Einordnung. Es fehlt nur das Happy End: Der Meppener erhielt sein Handy wieder – und jetzt sogar einen Vertrag als Werbefigur für einen Pumpen-Hersteller.


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