Leuchten auf mehr Radwegen Meppener Straßenbeleuchtung wird komplett umgerüstet

Von Ina Wemhöner

3500 Leuchten sind noch auszuwechseln: Volker Arents plant das für die nächsten zwei Jahre. Foto: Archiv3500 Leuchten sind noch auszuwechseln: Volker Arents plant das für die nächsten zwei Jahre. Foto: Archiv

Meppen. Die gesamte Straßenbeleuchtung in Meppen in zwei Jahren energieeffizient umrüsten – diese Maßnahme ist im Umweltausschuss vorgestellt worden. Die Stadt leistet damit einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz.

In der Stadt Meppen werden insgesamt 4900 Straßenleuchten betrieben. Der Großteil davon, etwa 3500 Leuchten, sind noch mit Quecksilberdampfleuchten sowie energieineffizienten NAV-Lampen ausgerüstet.

In den Jahren 2010 und 2011 sind mit Einführung der EU-Ökodesign-Verordnung rund 350 Leuchtstellen im Stadtteil Neustadt/Orde umgerüstet worden . „Hier wurden die ineffizienten Leuchtmittel durch energieeffiziente Natriumdampf- und Kompaktleuchtstofflampen ersetzt“, erklärte Volker Arents, Fachbereichsleiter für Tiefbau. Die damaligen Kosten: 140000 Euro. Danach wurden auch im Stadtteil Kuhweide für 125000 Euro 119 Leuchten auf LED umgerüstet. Ein Teil der Kosten übernahm das Bundesministerium für Umwelt. „Der Energiebedarf sinkt um 72 Prozent, und die CO2-Minderung beträgt etwa 32 Tonnen pro Jahr“, erklärte Arents. Außerhalb der Förderung wurden 60 Leuchtstellen an den Hauptstraßen mit Natriumdampflampen bestückt.

Um bei der Umrüstungen der gesamten Stadtbeleuchtung Einsparungen vorzunehmen, ist das Unternehmen RWE/Westnetz GmbH hinzugezogen worden. Es soll ein optimales Umrüstungskonzept erstellen. „Der Einsatz von LED-Technik ist gegenüber der konventionellen Technik teurer, bietet aber den Vorteil längerer Wartungsintervalle“, erklärte Carsten Wedy von der Westnetz GmbH. „Die Gläser sind bereits vergilbt. Außerdem gibt es keine Ersatzteile mehr zu kaufen, daher ist ein Austausch der Leuchten unumgänglich“, so der Experte. Die jährliche CO2 Einsparung beträgt 627 Tonnen, und Wedy rechnet mit einer Reduzierung des Energieverbrauchs um rund 60 Prozent. „Die Erneuerung sollte auf zwei Jahre aufgeteilt werden, dann verteilen sich die Instandhaltungskosten auch“, sagte Wedy.

Das Thema Beleuchtung der Radwegeverbindungen in Meppen wurde ebenfalls in der Ausschusssitzung angesprochen . Volker Arents analysierte die Streckenabschnitte nach bestimmten Kriterien. „Maßgeblich für eine Bewertung ist letztendlich jedoch die Radfahrerfrequenz“, so der Fachleiter. Sowohl der Stationsweg von Bokeloh nach Meppen als auch der Rühler Sommerweg würden demnach Vorrang erhalten. Die Ausbau-Kosten für die Beleuchtung der beiden Wege schätzte Arents auf 138000 Euro. Der Sommerweg liege zudem im Überschwemmungsgebiet, somit sei die Errichtung und Unterhaltung wahrscheinlich kostenaufwendiger, ergänzte Arents. Ob diese Maßnahmen realisiert werden, ist Thema der nächsten Haushaltsberatungen.