6,5 Millionen für Kita-Projekte Kitaparadies: 219 Krippenplätze für Kinder in Meppen

Von Ina Wemhöner

Standen 2007 insgesamt 15 Krippenplätze in Meppen zur Verfügung, können 2015 insgesamt 219 Plätze für unter Dreijährige angeboten werden. Symbolfoto: dpaStanden 2007 insgesamt 15 Krippenplätze in Meppen zur Verfügung, können 2015 insgesamt 219 Plätze für unter Dreijährige angeboten werden. Symbolfoto: dpa

Meppen. Jedem Kind kann wohnortnah ein Platz in einer Kita-Gruppe geboten werden – das bestätigte nicht nur Bürgermeister Helmut Knurbein, sondern das belegt auch die aktuelle Statistik über die Belegung und Kapazitäten der Kitas in Meppen, die im Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten vorgestellt wurde.

Die Stadt verfügt mit ihren 17 Kindertagesstätten über ein vielfältiges Bildungs- und Betreuungsangebot. Neben Vormittags- und Ganztagsgruppen sowie integrativen Gruppen ist auch der Ausbau an Krippengruppen oder altersübergreifenden Gruppen in den letzten Jahren für die Kinder erheblich gefördert worden.

Standen 2007 insgesamt 15Krippenplätze zur Verfügung, können 2015 insgesamt 219 Plätze für unter Dreijährige angeboten werden. So seien in den vergangenen Jahren in Meppen rund 6,5 Millionen Euro in Kita-Projekte investiert worden, berichtete Fachbereichsleiter Christian Golkowski. Hiervon habe die Stadt Meppen rund 3,5 Millionen Euro als Zuschuss getragen,

Dass diese Investitionen auch angemessen waren, um den Bedarf an Kitaplätzen decken zu können, zeigt die aktuelle Belegung. Demnach sind von den 204 angebotenen Krippenplätzen aktuell 181 Plätze belegt. Bei den Kitaplätzen sind von den 925 Plätzen noch 71 Plätze für über Dreijährige frei, jedoch rechne man mit vielen Neuanmeldungen ab Dezember.

„Wir sind in Meppen gut aufgestellt und können jedem Kind von heute auf morgen einen Platz anbieten“, betonte Bürgermeister Knurbein.

Karin Stief-Kreihe (SPD) verwies auf weitere Zuzüge von Familien in den Baugebieten in Meppen. Nahe gelegene Kindertagesstätten müssten demnach mit einer größeren Nachfrage rechnen und somit auch mehr Plätze zur Verfügung stellen. Der Städtische Direktor Matthias Wahmes betonte, dass die Quote der Zugezogenen im Auge zu behalten ist, eine Überkapazität an Kitaplätzen wolle man jedoch vermeiden.

Noch viel Gesprächsbedarf bestehe beim Thema Erziehermangel , so Wahmes. Eine Regelung, die eine Lösung für Krankheitsausfälle und Vertretungen der Erzieher vorsehe, werde bis zum Sommer im Arbeitskreis ausgearbeitet werden, kündigte Wahmes an.

Dem Ausschus wurde auch die Entwicklung der Schülerzahlen vorgestellt. „Die Vorbehalte der Eltern gegenüber der Oberschule haben sich anscheinend in Luft aufgelöst“, berichtete Wahmes. So sei nach der Einführung der Oberschulen 2012 die Zahl der Anmeldungen stetig gewachsen, und mittlerweile würden sich rund 57 Prozent der Schüler für eine der drei Oberschulen entscheiden.

Für das Sorgenkind des Schulamtes, die Grundschule Teglingen, gibt es gute Neuigkeiten. Wegen der geringen Schülerzahlen drohte der Schule, an der derzeit die Rektorenstelle ausgeschrieben ist, die Schließung. „Wir werden die Zukunft der Schule nicht infrage stellen und Lehrer sowie Eltern bei der Gestaltung der Schule unterstützen“, so Knurbein.