Bernhard Witthaut zu Gast im Emsland Polizeipräsident: Soziale Netze stärker zur Fahndung nutzen

Von Nico Buchholz


Meppen. Neue Fahndungsmöglichkeiten durch Online-Netzwerke und Wohnungseinbrüche im Emsland waren die beiden bestimmenden Themen, über die Bernhard Witthaut, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, mit Redakteuren der Meppener Tagespost sprach. Der 59-Jährige besuchte am Dienstag zusammen Marco Ellermann von der Öffentlichkeitsabteilung der Polizeidirektion die Redaktion.

Das Internet und die immer schneller werdende mobile Kommunikation beeinflussen nicht nur das Zusammenleben vieler Menschen, sondern sind laut Bernhard Witthaut auch für die Arbeit der Polizei wichtig. „Wir als Polizei müssen uns dringend darauf einstellen“, sagte Witthaut. Demnach müssten auch soziale Netzwerke für regionale Fahndungsmaßnahmen genutzt werden. Neben Facebook kämen hierfür auch der Online-Kurznachrichtendienst Twitter oder der Instant-Messenger Whats-App infrage.

Auf diesem Wege könne man viele junge Menschen erreichen. Hermann-Josef Mammes, Leiter der Redaktionen im Emsland, stimmte zu: „Hierbei können auch unsere Redaktionen die Fahndungen der Polizei unterstützen.“ Schließlich würden die drei Redaktionen im Emsland, die bei Facebook mittlerweile insgesamt mehr als 22000 Gefällt-mir-Angaben haben, sehr schnell viele Menschen erreichen, die Hinweise geben könnten.

Einbruchserie aufgeklärt

Neben der Nutzung der Online-Netzwerke waren Wohnungseinbrüche im Emsland Thema bei dem Gespräch. Dieser Kriminalitätsbereich sei ein Schwerpunktthema der Polizeidirektion Osnabrück, zu der auch das Emsland gehört. Der Polizeipräsident sagte, dass Hinweise aus der Bevölkerung wichtig für die Ermittlungen seien. „Jeder noch so kleine Hinweis kann hilfreich sein.“ So hätten Ermittler - auch durch Hinweise von Zeugen - mehrere Einbruch-Serien aufklärt und Täter festgenommen.

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Die Polizeidirektion Osnabrück soll im Nordwesten Niedersachsens mit vier Polizeiinspektionen und einer Zentralen Kriminalinspektion für Sicherheit sorgen. Der Bereich der Polizeidirektion Osnabrück erstreckt sich vom Teutoburger Wald bis zu den ostfriesischen Inseln. Die Polizeiinspektionen haben ihren Sitz in Aurich, Leer, Lingen und Osnabrück.

Bernhard Witthaut ist 59 Jahre alt, ist verheiratet und hat vier Kinder. Nach dem Abitur im Jahr 1975 trat er in den Polizeidienst des Landes Niedersachsen ein. Bis zu seinem Aufstieg in den ehemals gehobenen Dienst im Jahr 1981 arbeitete er als Schutzpolizist in Osnabrück, Oldenburg und Hannover. Danach war er Dienstabteilungsleiter in Vechta und Osnabrück. Zugleich war er Zugführer einer Einsatzhundertschaft bevor er als Mitglied des Personalrats Osnabrück, des Bezirkspersonalrats Weser-Ems und des Polizeihauptpersonalrats im Innenministerium vom Dienst freigestellt wurde. In Osnabrück hatte er den Vorsitz und beim Polizeihauptpersonalrat den stellvertretenden Vorsitz inne. In den Jahren 1997 bis 2010 war er zugleich Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Niedersachsen und wurde 2010 zum Bundesvorsitzenden der GdP gewählt. Seit dem 10. April 2013 ist Bernhard Witthaut Polizeipräsident der Polizeidirektion Osnabrück. Die offizielle Amtseinführung fand am 27. Mai 2013 in Bad Iburg statt. ( Quelle: Polizeidirektion Osnabrück )