Fotoausstellung im Gemeindehaus 20 Jahre Freundschaft zwischen Meppen und Ostroleka

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Meppen. Vor genau 20 Jahren wurden die Partnerschaftsurkunden im Beisein beider Städtevertretungen in Meppen in deutscher und polnischer Sprache abgefasst und besiegelt. Zum Jubiläum wurde im Beisein vieler Gäste aus Polen und Meppen die Ausstellung „Ostroleka, Portrait einer Stadt“ eröffnet.

Der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees und ehemalige Bürgermeister der Stadt Meppen, Heinz Jansen, erinnerte in seinen Worten an die Anfänge der Beziehungen zwischen beiden Städten.

Aufgrund seiner großen Verdienste um die Partnerschaft wurde der ehemalige Vorsitzende und damalige Bürgermeister, Wilhelm Mevenkamp, im Jahre 2007 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Mevenkamp hatte übrigens bereits im Jahre 1991 als Schulleiter der Berufsbildenden Schulen in Meppen erste Kontakte zu einer Partnerschule in Ostroleka aufgenommen. Ein Jahr später, so Jansen, sei dann auch der Wunsch aus Ostroleka nach Meppen gelangt, hier eine Partnerschaft einzugehen. Erste gegenseitige Besuche seien dann bereits kurze Zeit später erfolgt.

Jansen erinnerte auch an die dunklen Punkte in den Beziehungen zwischen Polen und Deutschen und dankte allen im Stadtrat vertretenen Fraktionen für ihr Wirken hin zu einer verständnisvollen und heute freundschaftlichen Verbindung zwischen den Städten und ihren Menschen. Auch die Reservisten der Bundeswehr hätten ihren großen Anteil an der Freundschaft zwischen beiden Völkern, so Jansen weiter. Diese würden seit vielen Jahren die Gräber Gefallener aus dem Ersten Weltkrieg vor Ort pflegen und hätten so viel zur Friedensstiftung über den Gräbern zwischen Polen, Russen und Deutschen beigetragen. „Wir sind stolz, eine solche Freundschaft heute zu haben“, so Jansen.

Pfarrer der Propstei-Gemeinde St. Vitus, Rainer Lührmann vergaß aber auch nicht, die Schattenseiten zu erwähnen, als man noch 1988 Hilfspakete nach Polen gebracht habe und hautnah an das Schicksal von Pater Maximilian Kolbe erinnert wurde, der 1941 im Konzentrationslager von Ausschwitz ermordet und später von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen wurde.

Passenderweise, so Lührmann weiter, sei der heutige Propst von St.Vitus, Dietmar Blank, derzeit zu einem Besuch in Polen unterwegs. Bürgermeister Helmut Knurbein freute sich, dass aus der Partnerschaft eine wirkliche Freundschaft geworden sei.

Die beiden Fotografen der Ausstellung, Bogdan Bialczak und Rafal Reddig, erwähnten in ihren Reden, dass sie versuchen wollten, auf die Stadt und die Region neugierig machen. Bialczak, der besonders eindrucksvolle Schwarzweiß-Bilder von den Holzkirchen der Region gefertigt hat, sagte, dass diese bereits im 16. Jahrhundert gebaut worden seien. Der Glaube der Menschen sei sehr bedeutend und überall dort, wo Menschen damals lebten, seien die hölzernen Gotteshäuser entstanden.

Die Ausstellung kann im Gemeindehaus von Propstei-St. Vitus besucht werden.


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