25 Bewerber stellen Aktivitäten vor Jugendförderpreis für das Amelandteam Esterwegen

Von Georg Hiemann


Meppen. Das Amelandteam Esterwegen hat den Emsländischen Jugendförderpreis 2014 gewonnen. Die Jury hat das Team für die jährliche Freizeit auf der Insel und besonders für das Krankheitsmanagement im vergangenen Sommer prämiert und mit dem Preisgeld von 750 Euro belohnt.

Laudator Matthias Heyen, Vorsitzender des Kreisjugendrings Emsland (KJR) , lobte in seiner Laudatio während der Preisverleihung im Meppener Gymnasium Marianum besonders das engagierte Verhalten des Amelandteams während des vergangenen Sommerlagers: Als eine Magen-Darm-Erkrankung das Zeltlager heimsuchte und zeitweise von 40 Betreuern nur noch fünf auf den Beinen waren. Zwar musste die Ferienfreizeit einen Tag eher als geplant beendet werden, aber alles lief den Umständen entsprechend gut ab.

Die Gesunden halfen den Kranken beim Packen, die ältesten Jungen halfen den Gruppenleitern beim Kofferschleppen und Lkw-Beladen. Und für den nächsten Sommer ist bereits die nächste Ferienfreizeit auf Ameland in Planung. Bisher haben dort schon insgesamt 1750 Kinder ihre Ferien verbracht, 400 Gruppenleiter waren ehrenamtlich tätig, 21500 Übernachtungen fanden statt und 9000 Kilometer wurden mit dem Bus zurückgelegt.

Auf den zweiten, mit 500 Euro dotierten Platz kam der Arbeitskreis Jugendraum Andervenne für die Neugestaltung des kürzlich eingeweihten Jugendraums. Laudator Ferdinand Redeker, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, lobte besonders die Kooperation des Arbeitskreises mit der politischen Gemeinde sowie der Kirchengemeinde St. Andreas und den verschiedenen Jugendgruppen.

Den dritten Platz mit 250 Euro Preisgeld erhielt Pia Schockmann aus Lingen für ihr Engagement im Kinder-Jugend-Parlament (KiJuPa). Pia ist 19 Jahre alt und engagiert sich seit sechs Jahren im Kinder- und Jugendparlament. In ihrer Laudatio betonte Magdalena Wilms, stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses , dass sich Pia überall in der Stadt eingemischt und zum Wohle der Kinder und Jugendlichen mitgearbeitet habe. „Mischen Sie sich ein, gestalten Sie mit“, appellierte sie an die Jugendlichen.

Eindrücke von der Vielfalt der Vorschläge für den Jugendförderpreis erhielten die Gäste in der Aula des Marianums in der von Frank Surmann und Daniel Gödiker moderierten Veranstaltung, als die Jugendlichen in fünf Bewerbungsrunden ihre Aktivitäten vorstellten. Insgesamt waren 25 Vorschläge für Gruppen oder Einzelpersonen eingereicht worden.

„Die Auswahl fiel in diesem Jahr besonders schwer, da „es ein bunter Blumenstrauß voller schöner Blüten“ war, wie es Magdalena Wilms auf den Punkt brachte. Vorgeschlagen worden waren mehrere Zeltlagerteams, die sich seit Jahren ehrenamtlich enorm engagieren, Reit- und Fahrvereine sowie Sportvereine für ihre jeweilige starke Nachwuchsförderung, Gruppen der KLJB-Jugendarbeit, aber auch Einzelpersonen, die sich gerade um Kinder und Jugendliche besonders bemühen.

Die Sozialdezernentin des Landkreises Emsland, Sigrid Kraujuttis, erklärte: „Ich wünsche mir für die Jugendarbeit, dass die Jugendlichen immer die Anerkennung finden, die sie verdient haben.“ Und mit Blick auf die steigende Anzahl der Asylanten appellierte sie an die Jugendgruppen: „Integriert die Kinder und Jugendlichen aus aller Welt in Eure Jugendarbeit, damit diese sich hier bei uns wohlfühlen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Vorjahressieger Unisono aus Lingen, der erneut begeisterte. Die 2012 gegründete Gruppe sammelt mit Musik und Unterhaltung Spenden für Projekte in Afrika – bis heute über 15000 Euro. Viel Beifall gab es auch für die zwei Auftritte des Wintertheaters der Waldbühne Ahmsen, die mit Szenen aus dem Dschungelbuch die Gäste unterhielten.