SPD freut sich über Wahlerfolg Ortsverein Meppen spricht mit Bürgermeister Knurbein

Von Heiner Harnack


Meppen. Gute Stimmung herrschte auf der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Meppen. Nachdem die SPD zusammen mit anderen Parteien den unabhängigen Bürgermeister-Kandidaten Helmut Knurbein zum Kandidaten erkoren hatte und dieser gleich im ersten Anlauf Amtsvorgänger Jan-Erik Bohling schlagen konnte, sehen sich die Sozialdemokraten im Aufwind für die Kommunalwahl 2016.

Der Ortsvorsitzende Johannes Hessel berichtete, dass man leichte Stimmenzuwächse bei den Landtags-, Bundestags- und Europawahlen verzeichnen konnte. Leider habe es für Andrea Kötter nicht zu einem Sitz im Landtag in Hannover gereicht. Umso erfreuter sei man gewesen, dass mit Daniela de Ridder für den Wahlkreis 31, Mittelems, wieder eine Sozialdemokratin die Region in Berlin vertritt. Nach der Ausschreibung der Kandidatur hätten sich SPD, UWG, FDP, Bündnis 90/Die Grünen auf Helmut Knurbein geeinigt, dem Hessel bescheinigte, die ersten Aufgaben gut gemeistert zu haben. Kassierer Frank Butzelar berichtete, dass der Ortsverein Meppen finanziell auf soliden Füßen stehe.

Offene Zusammenarbeit

Bürgermeister Knurbein. sagte, dass es sehr hart gewesen sei, rund fünf Monate auf den ersten Arbeitstag warten zu müssen. So habe es immer wieder Einladungen an ihn gegeben, diese habe er aber ausschlagen müssen, da er noch nicht im Amt gewesen sei. Es mache ihn auch stolz, der erste parteilose und unabhängige Amtsträger auf diesem Stuhl zu sein. Besonderen Dank richtete Knurbein an Meppens Ersten Stadtrat Bernd Ostermann, der es ihm ermöglicht habe, sich sehr früh mit der Verwaltungsarbeit zu beschäftigen. Knurbein versprach, dass ab jetzt alle Fraktionen zum selben Zeitpunkt sämtliche notwendigen Informationen bekämen. Leider sei es zu keine, Gespräch mit dem Amtsvorgänger gekommen. Dies habe aber nicht an ihm gelegen. Knurbein forderte alle politischen Gremien zu einer offenen und konstruktiven Zusammenarbeit auf. „Wir wollen Meppen nach vorne bringen!“. Lob erging schon an die Stadtverwaltung, die ihre Arbeit sehr gut mache. „Wir müssen dem Bürger vieles transparenter erklären, selbst, wenn deren Wünsche einmal nicht aufgehen sollten“, sagte Knurbein.

Alfred Korfhage von der Arbeitsgemeinschaft SPD 60plus hofft, dass eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen zustande kommt. Andrea Kötter sagte über die Arbeit im Stadtrat, dass Im Gegensatz zu früheren Jahren, als vieles vorab besprochen und entschieden worden sei, jetzt mehr Offenheit vorherrsche. Kötter bezeichnete verkommene Liegenschaften und nicht verwirklichte Projekte als Schulden für die nachfolgenden Generationen. Karin Stief-Kreihe von der Fraktion im Kreistag riss noch das Problem mit der offenen Frage nach einheitlichen Kindergartenbeiträgen im ganzen Landkreis an und stellte die Frage, ob die Beiträge noch ausreichten.


Ergebnisse der Vorstandswahlen des SPD-Ortsvereins Meppen, Vorsitzender Johannes Hessel, stellvertretende Vorsitzende Andrea Kötter und Horst Diecks, Kassierer Frank Butzelar, stellvertretender Kassierer Tobias Munsch, Schriftführer Dirk Keller, Seniorenbeauftragter Uwe Renken, Beisitzer Fried Allerbeck, Peter Bohlen, Hans-Dieter Boven, Arnold Esters, Maria Geers, Peter Göpfert, Dietmar Silbernagel und Karin Stief-Kreihe, Mitgliederbeauftragter Georg Tranel.