Schüler gestalten Sandstein Bildhauerwerkstatt an der Koppelschleuse in Meppen


Meppen. 15 Jugendliche durften sich beim Kunstzentrum Koppelschleuse in Meppen als Bildhauer betätigen.

Susanne Kothe, Fachlehrerin für Gestaltendes Werken belegte hat zur Vorbereitung des Schülerworkshops des Wahlpflichtkurses Gestaltendes Werken des Jahrgangs 10 der Kardinal-von-Galen-Schule Meppen in den Sommerferien einen einwöchigen Bildhauerkurs besucht, den der Meppener Kunstkreis im Rahmen der Sommerakademie anbietet. „Ich war sofort so begeistert von dem Material Sandstein und den kreativen Möglichkeiten des Bildhauers, dass ich diese meinen Schülern näher bringen möchte,“ erläutert die Pädagogin.

Unter der Leitung des Künstlers Thorsten Sieber, der als Dozent für Bildhauerei an der Kunstschule in Meppen tätig ist arbeiteten die Jugendlichen zwei Tagen an ihren Skulpturen und Reliefs. Zunächst legten die Jugendlichen ihre Wunschmotive fest. Maresa möchte einen Stein mit zwei Herzen für ihren Patenonkel gestalten, der letztes Jahr verstorben ist. Lotta beschreibt ihre Idee so: „ Ich möchte ein Relief mit einem keltischem Zeichen herstellen, das für Stärke und Freiheit steht.“ Anschließend wurden die passenden Natursandsteine unter Berücksichtigung von Farbe Form und Größe ausgewählt. „Besonders für Anfänger geeignet ist der Baumberger Kalkstein, der vergleichsweise weich ist, und daher mit den zur Verfügung stehenden Handwerkzeugen, Spitz- und Flachmeißel sowie einem Holzklüpfel gut bearbeitet werden kann;“ erklärt Thorsten Sieber.

Vom Groben zum Feinen

David erklärt: „Das schwerste ist, das am Stein nicht benötigte Material wegzunehmen, Augen sind sehr schwer zu arbeiten. Das ist richtig harte Arbeit, aber die Zeit vergeht wie im Flug.“ Die Vorgehensweisen sind dabei recht unterschiedlich; Marcel: Ich haue erst mal das Grobe der Figur heraus und beschäftige mich dann mit den Feinheiten.“ Auch Elsa und Michelle sind mit großem Engagement dabei.

Zum Abschluss präsentieren die Schülerinnen und Schüler stolz ihre Arbeiten, die ab sofort in der Schule zu bestaunen sind. Thorsten Sieber resümiert: „Bisher habe ich meistens mit Schülern der Jahrgänge fünf bis acht gearbeitet und nun das erste Mal mit der Abgangsstufe und bin begeistert; das war ein angenehmes Arbeiten, sehr ruhig und diszipliniert.“ Susanne Kothe freut sich über die Ergebnisse, die unterschiedlichen individuellen Stücke, die Vielfältigkeit der Motive, die Kreativität der Schüler und die solide handwerkliche Umsetzung. „ Das macht einfach Lust auf mehr“, so die Fachlehrerin.